Dienstag, 23. Dezember 2014

Indochina | Reisetagebuch Teil 2

Und weiter gehts mit der Reise durch Asien. Seid ihr dabei? Aber Achtung, diesmal wird's hektisch. :)

Um 8.00 Uhr beginnt die Tour. Ich schwitze bereits und der Kaffee tut ein übriges. Dadurch, dass wir vor dem Tempelbesuch zu einer völlig überflüssigen Arts & Crafts Manufaktur fahren, kommen wir erst gegen 11.45 Uhr am Tempel an.

Der Tempel (der Ausdruck Kirche würde hier besser passen) ist allerdings klasse. Zuckerbäckerarchitektur. Da kommt auch der kitschigste Barock nicht mit. Die Zeremonie beginnt um 12.00 Uhr. Wer oder was da jetzt alles in den verschiedenfarbigen Gewändern einmarschiert, wissen wir noch nicht so genau. Die Frauen sind generell in Weiß gekleidet. Es gibt gelbe, rote und blaue Gewänder und auch verschiedene Kopfbedeckungen und Anordnungen in der Sitz- bzw. Knieordnung. Die Musik und der Gesang sind sehr angenehm. Wir, die Zuschauer, können von der Ballustrade zuschauen, die um den großen Saal rechts und links vorbeiläuft. Es darf auch fotografiert werden. Leider haben wir nur knapp eine Stunde Zeit. Der Tempel vereint Hinduisten, Buddhisten, Taoisten, Christen, Moslems und wer weiß was noch. Eine ganz neue Art der Religion. Es gibt auch 3 Heilige. Ein chinesischer Revolutionär, ein vietnamesischer Professor und Dichter, sowie Victor Hugo (!) Tja! Leider ist die Zeit knapp. Auf zum Restaurant. Da stehen auch schon Unmengen anderer Busse. Die Speisekarte ist nicht allzu lang und die Gerichte stehen binnen 5 Minuten auf dem Tisch. Die Zeit drängt...

 Auf zu den Cu Chi Tunneln. Da werden wir nur so durchgejagt. Eine extrem touristische Angelegenheit. Na ja, was haben wir erwartet? Also 20 Minuten Video anschauen und dann auf den Showpfad durchs Gelände. Vorbei an geheimen Eingängen, Fallen und gestellten Szenen (mit Puppen). Dann kriechen wir alle durch einen Tunnel, der, obwohl für die Touristen vergrößert, immer noch extrem eng und dunkel ist. Als wir dort wieder rauskommen, sind wir endgültig durchgeschwitzt. Es gibt dann noch ein Stückchen Maniok und ein Schälchen Tee, schnell noch Hände waschen, durch den Souvenirshop jagen, in den Bus und ab zurück nach Saigon City. Das war ja ein straffes Programm.


Seit einer Stunde regnet es wolkenbruchartig. Aber als wir gehen, hört es auf zu regnen. Abgekühlt hat es allerdings nicht. Den supertollen Pfannkuchen können wir kaum genießen. Die Zeit drängt. Wie immer!

Mekong-Delta-Tortour! Mann, was für Stress. Ich glaube nicht, dass wirklich einer von der Reisegruppe Spaß hat. Man bekommt ja kaum zusammen, was wir alles machen in der kurzen Zeit.

Nach einer Stunde – Pinkelpause. Nach 2 Stunden geht es auf ein großes Boot zur Fahrt auf dem Mekong. Immer hinter unserem Guide her. Im Gegensatz zu dem Guide von gestern kann man ihn gut verstehen - falls man zuhört. Auf dem Mekong laufen wir eine Insel an. Ratz-Fatz alle runter zum Honigtee trinken. Alles bitte sehr, sehr schnell. Als Attraktion gibt es dann eine Python, die man sich umhängen kann. Wenn das selbst die Kinder machen, kann ich das doch auch! Ist echt ein seltsames Gefühl. Ich habe noch nie eine Schlange angefasst. Fühlt sich kühl an und sehr fest. Dann geht es auch schon weiter. Ab durch einen Garten. Da gibt es frisches Obst und musikalische Unterhaltung. Aufs Boot und ab zur nächsten Insel. Coconut-Candy Fabrik. Ratz-Fatz erklärt. Dauert 2 Minuten. Man kann probieren und selbstverständlich auch kaufen. Dann aber fix weiter in die kleinen Boote. Das dauert eine Weile, da nur 4 Leute in ein Boot passen und schließlich sind wir ja nicht die einzige Gruppe.

Die Bootsfahrt durch einen schmalen, von Palmen gesäumten Kanal, dauert länger, als wir dachten. Der Kanal mündet in den Mekong und dort stehen dann bereits wieder die großen Boote. Und auf geht‘s zur nächsten Insel. Dort gibt es dann was zu essen. Nach dem Essen, (was auch in einer halben Stunde passiert) geht es wieder aufs Boot und zurück zur Anlegestelle und zum Bus.
2 Std. Busfahrt nach Can Tho. Wieder aussteigen, auf eine große Fähre, mit hunderten von Mopeds und rüber über den Mekong. Weitere 15 Minuten Fahrt und wir sind am Hotel. Alles wieder aussteigen. Zum Glück haben wir schnell den Schlüssel für unser Zimmer. Im 4. Stock (wie immer). Endlich duschen. Puh!
Dieses Hinterhergerenne, hinter dem Guide, ist echt nervig. Eigentlich hätte man es wissen müssen. Hätten wir die Tour nicht gemacht, hätten wir aber immer gedacht, wir hätten was verpasst. Hat man es dann gemacht, denkt man, hätte man sich auch schenken können. Lieber 2 Sachen weniger und dafür die anderen in Ruhe. Aber Ruhe gibt es hier in Asien nicht.
Nachdem ich mir schon die Schlange umgehängt habe, esse ich heute Abend auch Schlange. Konsistenz wie Chicken, Geschmack leicht fischig (Ist wohl ne Wasserschlange :) Wir finden Can Tho ganz nett. Nicht so stressig wie Saigon. Außer dass wir die megalaute Karaoke Musik von der Straße hören.

Nach dem gestrigen Tag, habe ich damit gerechnet, dass es heute noch schlimmer wird. Das Frühstück ist inklusive und geht schon mal Ratz-Fatz. Dann gleich in den Bus und nach einer kurzen Fahrt umsteigen in die Boote. Auf zum Floating Market. Der ist grundverschieden zu dem in Thailand. Vor allem auch wesentlich lauter, da auch unser Boot einen Höllenlärm macht.
Dann weiter zur Reisnudelfabrik. Oder zumindest dorthin, wo man den Touristen zeigt, wie man das auf traditionelle Weise macht. Dort würden wir eine ganze Karte vollknipsen. Das Licht steht so toll und die dampfenden Platten, auf denen wie riesige Crêpe die Reisfladen gemacht werden, sehen im Gegenlicht echt klasse aus. Die Maschine, wo dann später die Nudeln geschnitten werden, bekommen wir gar nicht mit, so fesseln uns die dampfenden Kessel. Aber? Keine Zeit. Es geht dann wieder aufs Boot. Wer hätte gedacht, dass aus der Butterfahrt noch ein interessanter Ausflug wird. Eine idyllische Fahrt auf dem Mekong. Wenn nur der Lärm nicht wäre.

Das Boot legt wieder an. Zum Glück. Wir können auf den Holzbänken nicht mehr sitzen. Ab in den Bus und zurück zum Hotel. Um 12.30 Uhr wieder alle Mann in den Bus. 2 Std. bis zur „Raststätte“ Bonsai-Garten. Das ist aber keine Bonsai Aufzuchtstation, sondern eine wirkliche Raststation. Dazu noch eine sehr schöne mit einem schön angelegten Garten - mit Brücken, Teichen, Bäumen, alles nicht sehr groß.Bonsai eben. Dort dürfen wir ganze 15 Minuten (!) Pause machen. Das reicht gerade zum pieseln und Icecoffee kaufen. Gegen 18.00 Uhr sind wir wieder in der Stadt.

Was für eine tolle Erfindung. Open-Bus. Klassenfahrt-Feeling. Liegekojen. 3 nebeneinander, 2 übereinander. Herr H. und ich liegen links. Die Landschaft verändert sich bereits. Hin und wieder sieht man Hügel und alles ist extrem grün.

Mui Ne Beach. 4,5 Std. dauert die Fahrt. Zum Busunternehmen gehört auch ein Hotel. Supertolles, großes Zimmer zum Special Price!! Weil es ein kleines Missgeschick gab. Unten im Bus, wo die Rucksäcke liegen, ist Benzin ausgelaufen und zwar unter Herrn H‘s Rucksack. Der ganze Rucksack ist versaut und in der Tasche sind auch ein paar Klamotten mit Benzin getränkt. Stinkt wie die Pest. Die Sachen werden kostenlos gereinigt und das Zimmer ist dafür etwas günstiger.
Jetzt liegen wir endlich am Strand. Geht ein Mordswind. Zig Kitesurfer auf dem Wasser. Schwimmen kann man nicht. Aber wenigstens Sonne tanken. Der Ort ist tourimäßig, aber ganz nett.

Das Frühstück heute morgen ist eher eine Niete. Dies gibt es nicht, jenes gibt es nicht. Und das was kommt ist unlecker. Wir legen uns 3 Std. an den Strand. Der Sonnenbrand ist ja schon überfällig. Das Essen hier in den Strandrestaurants sieht ganz gut aus. Nur mit der Verständigung klappt es nicht immer. Es ist zum Haare raufen. Manchmal braucht man 3 Anläufe, bis man tatsächlich das bekommt, was man bestellt hat. Selbst in etwas besseren Restaurants schaffen sie es nicht 2 Personen am Tisch das Essen gleichzeitig zu bringen.

Wir stehen um 4.00 Uhr auf und um 4.30 Uhr holt uns der Jeep ab. Ganz schön kalt so früh am Morgen. Auf geht‘s in die White Dunes zum Sonnenaufgang. Nachdem der Fahrer den Jeep geparkt hat, können wir alleine und ohne Stress in die Dünen laufen. Schöner, weißer, weicher Sand. Der Sonnenaufgang ist zwar nicht so spektakulär, weil es diesig ist, aber es ist trotzdem toll - und vor allem ruhig. Dann geht es zu einem Canyon, einem roten, ausgewaschenen Flussbett. Danach zu den Red Dunes. Da ist es auch wunderschön.

Anschließend zu einem Fischerdorf bei Mui Ne. Dort liegen die Fischerboote vor Anker. Wunderschöne, bunte Schiffe und kleine, runde Weidenkorbboote. Der Strand ist übersät mit Muscheln in den unglaublichsten Farben. Am liebsten würde ich einen ganzen Sack voll mitnehmen.

Dann geht‘s zu einem weiteren Canyon. Dort begleiten uns zwei kleine Jungs und erklären dies und das. Wir laufen eine Weile im Flussbett durchs Wasser, um anschließend eine sandige Anhöhe hochzuklettern. Von dort oben haben wir einen fantastischen Blick in den Canyon. Wie gerne würden wir da runter gehen und den Fluss hoch laufen. Aber so viel Zeit bleibt nicht. Gerade, als wir überlegen, ob wir den Jungs vielleicht 5000 Tausend Dong geben sollen, fangen sie von sich aus an und wollen Geld und zwar sofort, nicht erst wenn wir wieder vorne sind. 100.000 Dong wollen sie haben!!! Dann immer weniger, aber immer noch zu viel. Dann wurden sie frech - also gibt‘s gar nichts. Da machen sie sich davon und lassen uns mitten in der Pampa stehen...!

Das ist dann auch das Ende der Butterfahrt. Nach 5 Std. sind wir pünktlich um 9.30 wieder im Hotel. Heute ist der Wind früher da. Und die Kiter auch. Gegen 12.00 Uhr essen wir einen Fruchtsalat und gehen zum Hotel. Der Bus ist bereits da als wir kommen. Abfahrt nach Nha Trang. Wir sitzen wieder im Open Bus. Die Landschaft hat sich merklich verändert. Es ist bergiger geworden und grüner. Riesige Reisfelder. Nur vereinzelt ein paar Häuser. Eine Abwechslung für die Augen. Dann, als es dunkel wird, ist es auch wirklich dunkel. Kaum Licht da draußen. Nach 5 Std. endlich in Nha Trang. Ziemlich große Stadt. Das Hotel ist bereits voll. Herr H. zieht los und sucht nach einer Unterkunft.

Nach 3 Anläufen sind wir 2 Häuser weiter im Indochine Hotel. Sieht von außen besser aus, als es ist. Das Zimmer riecht wie Großmutters Kartoffelkeller. Ansonsten für 15$ o.k.
Wir marschieren auf der Suche nach einem Restaurant erst mal Richtung Strandpromenade. Dann endlich, Chicken Curry und gegrillter Tuna, dazu Tiger Beer und Dalat Wine.

Indochine Hotel klang ja erst mal gut. Das Zimmer riecht muffig. Selbst die Handtücher riechen nach Schimmel. Also sehen wir uns nach dem Müslifrühstück nach einem anderen Hotel um. Jetzt haben wir gewechselt und zahlen statt der 15$ nur noch 8$. Es ist allerdings recht schwierig hier ein Zimmer zu bekommen, ohne dass im Umkreis von 50 Metern eine Baustelle ist.

Hier am Strand sieht es ein wenig ballermannmäßig aus. Wir bleiben 2 Stunden am Strand. Dann leihen wir uns zwei Klappräder. Wir fahren die Straße hoch Richtung Norden und rein ins Getümmel. Der Verkehr hält sich noch in Grenzen. Ah, Brillenläden! Nix wie rein. Ich finde auf anhieb eine Brille. In orange.

Die lasse ich mir nun machen. 450.000 Dong (ca. 23 €) Beim nächsten großen Brillenladen findet Herr H. eine Sonnenbrille von Gucci (ha ha!). Für ca. 1.000.000 Dong.

Auf der Suche nach den Bao Dai Villen. Bis wir die gefunden haben, ist es bereits 16.20 Uhr. Um 17.00 Uhr macht der Villenpark zu. Also schnell noch 2 Tickets kaufen und durchradeln. Die Gegend ist hier ziemlich hügelig und das alles mit den ollen Rädern ohne Gangschaltung... Die Villen sind zwar ganz nett und die Anlage auch recht schön, trotzdem alles etwas trostlos, da die Gebäude nicht genutzt werden. 

Den ersten Brillenladen finden wir schnell wieder, da er an einer großen Straße liegt. Aber wegen meiner Brille fahren wir kreuz und quer. Aber auch den Laden finden wir schließlich. Wir buchen noch den Open Bus für den 21. Dezember abends um 17.30 Uhr und gehen dann essen.

Ist es eigentlich möglich, nur ein einziges Mal in einem Restaurant eine Bestellung aufzugeben und dann auch das Richtige zu bekommen? Erst gibt es den Café Latte nicht, da die Maschine kaputt ist. Also wieder Lipton Tea. Da bringen sie uns Eistee. Also wieder zurück. Der Banana Pancake mit Schoko ist ohne Bananen und beim Bezahlen geben sie das Geld falsch raus. Wir setzen uns aufs Rad und fahren zum Hafen. Na ja. Das war‘s dann auch.
2 oder 3 Fotos und ein paar Kilometer später beschließen wir doch bereits heute zu fahren. So buchen wir das Open Bus Ticket um, geben die Räder um 10.00 Uhr ab und gehen zum Strand.

Wir liegen auf bequemen Liegen, die, oh Wunder, nichts kosten. Bis der Bus kommt haben wir ja noch Zeit. Wir werden um 19.00 Uhr am Hotel abgeholt.

Gegen 16.00 Uhr gehen wir ins Strandcafé. Beim rumbummeln kommen wir an unzähligen Bilderläden vorbei. Wir kaufen ein Öl-Comicbild. Mit einem Motiv aus Tim und Struppi. Kapitän Haddock. Und als wir durch die Straßen zum Hotel zurücklaufen, sehe ich den Bus dort vorbei fahren. 15 Minuten zu früh. Wir müssen dann für 11.000 Dong mit dem Taxi um die Ecke fahren. Das ist sehr ärgerlich. Wir versuchen die Lage zu erklären, aber sie zeigen sich sehr uneinsichtig. Jetzt sind wir im Bus. Die Plätze waren leider festgelegt. Nix wie weg hier.

Um 7.00 Uhr kommen wir am Hotel der Busgesellschaft an. Wir haben ein schönes Zimmer für 10$. Es gibt einen Pool und das Müslifrühstück ist auch ganz gut. Jetzt laufen wir durch die Altstadt von Hoi An, für die wir ein 3-Tages-Ticket gekauft haben. Wenn die Sonne rauskommt erscheinen die gelben Häuser noch sonniger. Viele wunderschöne Motive.

Nach einer kleinen Mittagspause sind wir wieder in der Altstadt, gehen zum Handicraft Workshop, bzw. zur traditionellen Musik- und Tanzvorführung. Das Ganze dauert eine halbe Stunde. Heute geht mir das „Have a look, come inside my shop, Sir, Madam“ ziemlich auf den Keks. Ich würde ja wirklich hin und wieder mal reingehen und schauen... Man kann nicht mal in Ruhe schauen, ohne das gleich einer fragt „Do you like this? I make a cheap price for you!“ Nerv.

Bei schlechtem Wetter und abgekühlten Temperaturen hängen wir im Hotel rum. Später arbeiten wir die Coupons auf unserem Altstadt-Ticket ab. Ein Tempel und ein Museum. Das Keramikmuseum ist von der Keramik her jetzt nicht so der Brüller, aber das Haus an sich ist ganz nett. Auf dem Markt kaufe ich 2 Schals und auf der Post Briefmarken. Als wir auf dem Markt sind, fängt es plötzlich an zu schütten. Eigentlich wollen wir ja heute Nachmittag an den 4 km entfernten Strand fahren. Für morgen haben wir eine Tour gebucht nach MySon. Die Wettervorhersage im Internet sagt - die ganze Woche Regen in Hue. Au Weia!

Auf Grund der Tatsache, dass es wieder in Strömen regnet und kalt ist, sagen wir dir Tour für morgen ab. 20% müssen aber dennoch bezahlen. Jetzt versuchen wir morgen bereits mit dem Open Bus nach Hue zu kommen.

Die Wettervorhersage ist schlecht, für die ganze Woche. Wir sitzen bereits im Bus. Es riecht nach Käsfüße. Meine Schlappen riechen auch nicht mehr so gut. Könnten eine Meeresdusche am Strand gebrauchen. Mit ca. 40 km/Std. tuckern wir in Richtung Hue. Mit dem Bus stimmt irgendwas nicht.

Um 12.00 Uhr sind wir in Hue. 4,5 Std. Und weil das Wetter nicht ganz so schlecht ist, also kein Regen, buchen wir direkt die Nachmittagstour zu den Kaisergräbern.
Beim ersten Grab, „Minh Mang“, kommt noch ein wenig die Sonne durch. Das 2. Grab schenken wir uns. Das letzte Grab, „Tu Doc“, ist eigentlich das schönste, daher gehen wir dort auch hinein. Eine tolle Anlage. Leider fängt es an zu regnen. Und die Zeit dort ist auch viel zu knapp - wie immer bei diesen Butterfahrten. Natürlich gibt es noch einen 10-minütigen Workshop zu bestaunen, wo Räucherstäbchen auf traditionelle Weise hergestellt werden. Mit dem Drachenboot geht es, inklusive umsteigen auf dem Fluss, zurück. Dann noch ein kleiner Marsch um 3 oder 4 Ecken und wir sind zurück im Hotel. Ich bin total durchgefroren. 24°C? Never. Ever.

(Heiligabend) Wie gut, dass wir früh aufstehen und im Hotel frühstücken. So sind wir dann recht früh an der Zitadelle. Dem, leider zum größten Teil zerstörten, Kaiserpalast. Kaiserwetter aber haben wir nicht. Es fängt wieder an zu regnen, zum Glück haben wir da das meiste schon gesehen. Was macht man bei solch einem Wetter? Shoppen! Es gibt zwar nichts, was es nicht gibt, aber am Ende gibt es doch nichts. Nun sind wir platt. Hue, die regenreichste Stadt in Vietnam. Heute ist Heiligabend. Der ganze Weihnachtsrummel ist hier fast noch schlimmer als zu Hause.
Stille Nacht. Heilige Nacht. Ha, ha! Wenn man dem Weihnachtstrubel zu Hause entfliehen will, sollte man nicht nach Asien fahren. Heute gehen wir in einem indischen Restaurant essen. Zuerst läuft ganz gute Musik. Als sich der Laden langsam füllt, fühlt man sich wohl genötigt Weihnachtsmusik aufzulegen. Als die CD bereits das 2. Mal durchläuft äußert Herr H. den Wunsch die Musik zu wechseln. Das versteht man aber, wie so oft, falsch. Es kommt statt dessen die Rechnung. O.K. trinken wir eben keinen 2. Wein bei Omar. Wir gehen statt dessen in die „DMZ Bar“. Sitzen  draußen und lassen uns die Ohren volldröhnen mit guter alter und nicht ganz alter Popmusik. Die Bedienungen haben selbstverständlich alle Weihnachtskäppis auf. Heute war auch Fußball. Vietnam gegen Thailand. Allem Anschein nach hat Vietnam gewonnen, was mit einem Mopedcorso die Straße rauf und runter inklusive wehender Fahnen ausgiebig gefeiert wird. Leider haben wir keine Kamera dabei. So ein Pech!

Wir sind bereits beim 2. Frühstück. Tee ist o.k. Aber die Scrambled Eggs sind definitiv Keine. Statt dessen Kommt ein Pfännchen in Kuhform mit 2 halbrohen Spiegeleiern und einem Stück, ja was eigentlich? Fleisch in einer Art Bratensoße? Dazu Baguette. Die Eier esse ich lieber nicht. Ich bin doch nicht lebensmüde.

Ausgecheckt und gleich ins nächste Café. Nun haben wir 5 Std. Zeit. Es hat sich eingeregnet. Von anfänglichem Nieselregen ist es übergegangen in strömenden Dauerregen.

Schlafen können wir beide auf der Busfahrt nicht. Als wir ankommen in Hanoi, gegen 7.00 Uhr, stürzen sich gleich alle auf uns wegen eines Hotels. Wir buchen gleich die Tour nach Sapa. Der Nachtzug geht um 20.00 Uhr. Ich bin eigentlich schon total genervt, weil hungrig und müde und ungeduscht. Aber wir bekommen ein Zimmer, wo wir duschen können und unsere Sachen umpacken. Jetzt sitzen wir in einem Café am Hoan Kiem See. Es regnet zur Zeit mal nicht.

Wir stellen uns an fürs Wasserpuppentheater. Für heute bekommen wir aber keine Karten mehr. Es ist unbeschreiblich laut hier. Ich kriege hier eine Krise nach der anderen. Ich bin so was von abgenervt. Erst dieses stundenlange rumlaufen bis wir dann endlich abends mal ein Restaurant finden... das ist dann eigentlich ganz o.k. Aber nicht, dass sie auch hier nicht ein paar mal das Falsche bringen. Club Cola statt Tonic Water. Und das Chicken Curry ist ein Meeresfrüchte Curry.

Und jetzt auch noch der Zug. So hatten wir uns das nicht vorgestellt. Das französische Pärchen, das sich das Abteil mit uns teilt, hat auch mit etwas anderem gerechnet.

Nach einer überheizten Nacht im Zug, sind wir jetzt im eiskalten Hotel in Sapa. Mir ist so kalt, mir fällt fast die Nase ab. Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben, geht‘s zum Frühstück. Die Landschaft ist toll hier. Man sieht sie bloß kaum, wegen des Nebels. Es ist nasskalt. Sogar unter der dicken Bettdecke im Hotelzimmer. Um 9.30 Uhr geht‘s weiter.

Als wir dann endlich losgehen, kann man kaum die Hand vor Augen sehen. Und kaum sind wir draußen, hängen gleich Einheimische Frauen an uns, gekleidet in ihren Trachten. Welche Gruppe der Hmong People das jetzt sind, habe ich nicht ganz verstanden. Auf jeden Fall laufen sie die die ganze Zeit mit uns. Es ist nämlich ihr Dorf, dass wir ansteuerten. Viel sehen wir anfangs nicht. Dichter Nebel. Matschige Straße. 6 km sollen es bis zum Dorf sein. Der ganze Ort hier hat den Charme eines Skiurlaubsortes - wo morgens alles diesig und kalt ist, und sobald man oben über den Wolken ist, scheint die Sonne. Die ersten Reisterrassen, die wir bewundern, kann man kaum erkennen. Doch irgendwann lichtet sich der Nebel, die Sonne kommt durch. Wolkenschwaden wabberten durch die Berge. Eine fantastische Landschaft. Dann der Blick ins Tal und auf die Reisterrassen. Und die Frauen immer neben uns her. Sie können etwas Englisch und stellen uns Fragen. „Where do you come from?“ „What is your name?“ „How old are you?“

In ihrem Dorf gibt es Lunch. Warme Nudelsuppe mit Gemüse und Obst. Das tut gut. Dann wollen die Frauen natürlich ihre Sachen verkaufen, die sie die ganze Zeit auf den Körben auf dem Rücken mitgetragen haben. Aber so wirklich gefällt mir das ganze Zeug ja nicht. Die bestickten Stoffe sind nicht mein Fall. Und der Schmuck. Na ja. Eine der Frauen bleibt ganz hartnäckig an Herrn H. , bis wir für 30.000 Dong ein Silberarmband abkaufen.

Kaum sind wir wieder im Hotel, zieht es draußen komplett zu. Glück gehabt. Nun liegen wir wieder im eiskalten Hotelzimmer und warten auf‘s Dinner. Für Morgen haben wir ausgemacht um 7.00 Uhr zum Markt zu fahren, der nur Sonntags ist.
Enttäuschendes Dinner - was haben wir erwartet? Den Tee müssen wir noch extra bezahlen. Wir sind dann noch mal raus und nach ca. 30 m direkt rein in eine Bakery mit offenem Kamin. 2 Café Latte, Muffins und 2 Rotwein. Und endlich mal wieder richtig warm. Dann ganz schnell zurück ins Hotel. Brrr! Und wieder ins kalte Bett. Aber heute Nacht ist es kuschelig warm im Bett und das bei knapp 8°C im Zimmer!

Das Frühstück heute Morgen ist wieder grauslig. Aber wir haben ja noch die Croissants aus der Bakery. Um 7.40 Uhr fährt dann der Minibus endlich ab. Da ich mich etwas krank fühle, haben wir den geplanten Homestay gestrichen.

Was ist das für eine Fahrt heute? Wegen 1,5 Std. Markt, fahren wir 6 Std. mit dem völlig überfüllten Minibus zum Bac Ha Market. Der Markt ist wirklich sehr schön. Hätte man in Bac Ha übernachtet, hätte das ganze allerdings mehr Sinn gemacht.

Und die beiden Stopps auf dem Rückweg braucht man auch nicht. Zuerst ein Fußmarsch in eine kleine Hütte zu einem alten Opa. Der serviert ganz grauseligen Kornschnaps, spielt dann auf einer Flöte und tanzt dabei. Anschließend dürfen die Gäste auf der gleichen Flöte spielen und sich tanzend zum Affen machen. Also danke! Ich steck doch nicht diese Flöte in den Mund. Und auch keinen Schnaps bitte!
Dann zurück nach Lao Cai, wo auch unser Zug ankam. Dort ist der Grenzübergang nach China. Na toll! Ein Grenzübergang. Chinesische Schriftzeichen auf den Dächern der Häuser jenseits des Flusses. Hm! Gegen 18.00 Uhr sind wir wieder in Sapa. Wir duschen heiß und gehen Essen. Ich esse Pizza.

Heute ist ein schöner Tag. Wir stehen um 7.00 Uhr auf und gehen zum Frühstück. Da die Sonne scheint und sich der Nebel verzogen hat, schnappen wir uns die Kameras und gehen runter ins Dorf. Bei Sonnenschein sieht das doch alles gleich viel schöner aus.

Um 9.00 Uhr kommt unser Guide und wir marschieren los. Ins Dorf der CatCat. Die Strecke dorthin ist sehr schön. Das Wetter ist toll, die Sonne scheint und es sind ca. 22°C. Die Landschaft ist ein Traum. Wenn wir das verpasst hätten, wäre echt schade. Der Weg ist wie ein Pilgerpfad. Runter zum Fluss. Zum kleinen Wasserfall. Das ist ein sehr schönes Plätzchen. Mit Brücke, Wasserrad und Aussichtsplattform. (Natürlich auch Verkaufsständen und Musik). Nach kurzem Aufenthalt geht es den Berg hoch. Jetzt warten wir auf unser Essen. Die Gruppe ist nicht so riesig wie gestern. Ich habe mich auch mit ein paar unterhalten. Z.B. mit einer Vietnamesin, die in Amerika lebt und das erste mal nach 30 Jahren hier ist in Vietnam. Oder mit einer Frau aus Hong Kong, der mein Rucksack gefallen hat. Momentan sitzen wir hier auf einer Terrasse und unterhalten uns mit einem Reisenden aus Taiwan.

Unser Zug geht erst um 21.00 Uhr. Im Zug ist es diesmal genau umgekehrt. Die Klimaanlage läuft, es ist saukalt und das Ding lässt sich nicht ausstellen. Zum Glück hat der freundliche Spanier, der mit seiner Freundin unser Abteil teilt mit mir versucht die Klimaanlage abzukleben. So kann ich wenigsten etwas schlafen. Um 5.10 Uhr morgens kommt der Zug in Hanoi an. Wir fahren mit dem Taxi ins Hotel und legen uns erst mal hin.

Jetzt sind wir im Reisebüro und buchen für morgen eine 1-Tagestour in die Halong Bucht. Nur einen Tag, da das Wetter nicht so gut ist. Und einen Flug am 1. Januar nach Luang Prabang.

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