Samstag, 26. September 2015

NAMIBIA | Reisetagebuch Teil 2

Und weiter geht's mit unserer Reise. Wir treffen Freunde und fahren weiter in den Etosha N.P. zur Fotosafarie und zur Wanderung auf den Waterberg…

Noch mal ein kleiner Hinweis. Dies ist kein Reiseführer, sondern ein ganz persönliches Tagebuch. Wer Fragen hat, kann mir natürlich gerne ein Mail schicken.

Ynas reise Blog | Bulls Party

Freitag Nach dem Frühstück wandern wir vom Campingplatz aus zu Philipps Cave. Ein schöner, sehr penibel ausgeschilderter Weg. Die Grotte ist ein toller Ort mit Felsmalereien. Wir machen Fotos und nehmen den Rückweg in Angriff. Mittlerweile ist es schon wieder ziemlich warm. Als wir zurück sind, geht es zum Pool. Der einzige Platz, wo man es aushält.

Ynas Reise Blog | Amaib Ranch

Nach dem leckeren Abendessen von gestern (Chicken Masala mit Süßkartoffeln) gab es heute nur Cabanossi und saure Gurken! Hier am Pool treffen wir zwei echte Globetrotter. Ein Rentnerpärchen, die mit dem Auto von Deutschland hier heruntergefahren. Wow, was für ein Abenteuer…

Samstag Die Reise geht weiter. Wir fahren nach Omaruru. Auf dem Campingplatz werde ich gleich 3x gestochen. Dabei ist es doch noch helllichter Tag...
Es wird dämmrig und ich bin schon total zerstochen. Das kann ja heiter werden. Immerhin keine Moskitos im Zelt. Aber richtig gut schlafen können wir trotzdem nicht. Die LKW‘s von der Straße, die bellenden Hunde, Nachtgrillen, Vögel - was für ein Lärm!!!

Ynas Reise Blog | Nester der Webervögel

Sonntag Nix wie weg. 10 km vor Odjiwarongo biegen wir ab Richtung Wesrand. Ein sehr schöner Campingplatz. Jeder Platz ist anders und unserer hat eine traumhafte Aussicht auf die ganze Gegend hier. Wir sind alleine, sitzen unter einem Sonnenschirm, legen die Füße hoch und entspannen. Ein leichter Wind und ein paar Wolken sorgen für Abwechslung und Abkühlung.
Gegen Mittag ist es zwar immer noch sehr warm, aber der Himmel ist bedeckt. Der Regen zieht vorbei. Und nach stundenlangem Lesen (einen Pool gibt es hier leider nicht, nur eine blaue Badewanne mit Aussicht!) machen wir ein schönes großes Lagerfeuer. Es gibt scharfes Chakalaka mit Spaghetti. Und bei Mondlicht und Lagerfeuer trinken wir Wein und genießen einen wunderschönen Abend. Nachts machen wir die Seitenfenster in unserem Zelt auf und lassen frische Luft durch die Netze herein. Was für eine Wohltat.

Ynas Reise Blog | Wesrand Campsite
Montag Heute fahren wir nach Odjiwarongo und anschließend zum Waterberg, wo wir unsere Freunde treffen werden. Wir suchen uns auf dem Campingplatz einen Platz aus, belegen ihn mit unserem Tisch und den Stühlen, dann fahren hoch zum Pool. Kaum, dass wir 20 Minuten liegen, kommen die beiden auch schon. Das nenne ich Timing. Eine Verabredung mitten in Namibia.
Dann bauen wir unsere Sachen auf und kochen für 4! Wir waschen anschließend das Geschirr und danach gibt es erst mal kein Wasser mehr. Also nix mit duschen. Egal, trinken wir Wein und verscheuchen die Motten.

Ynas Reise Blog | Auf dem Waterberg
Dienstag Heute Morgen sorgen Baboons für Chaos und Ärger. Erst schmeißen sie die Mülltonnen um und zerfleddern den ganzen Inhalt. Beim Versuch unser Frühstück aufzutischen machen sie sich über den Tisch her. Während man versucht den Einen am Auto abzuwehren, springt der Andere auf den Frühstückstisch und klaut unsere Kiwis. Unglaublich diese Viecher. Später stellen wir fest, dass am Auto einer von ihnen unsere lecken Rusks gestohlen hat. Ich hoffe er hat eine Axt :)

Nach dem Frühstück gehts auf Tour. Wir entdecken auf einem Stein unter den Bäumen eine Schlange. Eine ziemlich große. Man muss echt aufpassen wo man hintritt. Ein bisschen klettern, ein bisschen fotografieren und ganz viel schwitzen - und dann sind wir oben. Auf dem Waterberg! So eine fantastische Aussicht von da oben über die Landschaft. Ein Päuschen, was trinken und dann geht es auch schon wieder runter. 3 Stunden dauert unsere Tour. Auf zum Pool, wo es angenehm ruhig und leer ist.

Bis zum Essen müssen wir sehr, sehr lange warten. Alle haben Hunger. Dann endlich gehen wir zum Restaurant. Wir sitzen auf der Terrasse mit herrlichem Blick und trinken eiskaltes Bier. Hm, ist das lecker. Oryx mit Pommes, Gemüse und Pfeffersoße. Zum Reinsetzen!

Ynas Reise Blog | Kudu


Mittwoch Gegen 6.00 Uhr kommen wieder die Affen und machen Rambazamba bei den Mülltonnen. Wer braucht da einen Wecker?
Wir fahren weiter nach Outjo. Zum neuen Campsite - der wegen Umbauarbeiten tagsüber etwas laut ist und der Pool kein Wasser hat...! Das geht ja mal gerade gar nicht. Pool muss sein. Die Lady ist aber sehr nett und ruft für uns in einer anderen Unterkunft an. Und da sind wir jetzt. Haben Internet und Pool und liegen gemütlich im Schatten unter den Bäumen. Mit einem Bierchen beenden wir den Pooltag, duschen und dann gibt‘s Essen. Kudu - auch lecker.

Donnerstag Nach ausgiebigem Frühstück machen uns auf die 114 km Tour zum ersten Camp in der Etosha. Und kaum sind wir durch das Gate gefahren, sehen wir auch schon Impalas, Giraffen und einen einsamen Strauß. Der Campingplatz ist staubig und es ist heiß. Schatten gibt es kaum. Aber am Pool gibt es schattige Plätzchen. Denn nur mit Pool ist cool :)
Abends grillen wir und schlendern so gegen 22.00 Uhr zum Wasserloch. Es traut sich tatsächlich noch ein Nashorn in die Nähe des Wassers. Danach fallen wir todmüde in unsere Zelte.

Ynas Reise Blog | Etosha
Freitag Um 6.00 Uhr stehen wir auf. Wir fahren über 3 Stunden durch den Park, aber die Ausbeute ist eher mager. Springböcke, Oryxe, 3 Giraffen, Zebras und ein paar Trappen. Da war die tote Giraffe ja heute noch das spannendste - auch wenn sie gestunken hat, wie die Pest.
Auch bei der späteren Fahrt ist es sehr dürftig mit den Tieren. An dem tollen Wasserloch am Olifantspad ist immerhin eine große Herde Impalas. Auf der gesamten Strecke gibt es viele Pfützen, also Wasserstellen an jeder Ecke. Da brauchen die Tiere nicht extra zu den Wasserlöchern zu kommen.

Ynas Reise Blog | Giraffen in der Etosha
Samstag Auf ins nächste Camp. Halali Restcamp! Nachdem es letzte Nacht trocken war, werden wir nun auf der Strecke mit einem heftigen Regenschauer überrascht. Das Tieraufgebot ist heute Morgen etwas besser, die Wasserlöcher sind trotzdem wie ausgestorben. An einer Pfütze sehen wir dann auch endlich mal einen Elefanten. Und nachdem die anderen Autos alle weg sind, kommt er sogar auf die Straße und nimmt noch einen kräftigen Schluck aus der Pfütze.

Ynas Reise Blog | Etosha N.P. | Springbock | Zebras | Elefant

In Halali checken wir ein und legen uns erst mal an den Pool. Gegen 16.00 Uhr fahren wir wieder los. Dieses Mal etwas erfolgreicher. Ein Nashorn, Hartebeasts und kurz vor dem Camp noch mal unglaublich viele Giraffen, direkt an der Straße. Die letzten Kilometer sind sehr anstrengend, alle 100 Meter sind Pfützen und tiefe Löcher in der Straße. Auf dem Camp hat es in der Zwischenzeit noch mal so richtig geregnet. Wir bauen schnell unser Dachzelt auf und springen unter die Dusche. Für 19.30 Uhr haben wir im Restaurant einen Tisch reserviert.

Sonntag Der Morgen fängt verregnet an. Der erste Teil der heutigen Tour ist relativ tierbefreit :( Auch auf dem Rhino-Drive sehen wir nichts. Erst später ein paar Impalas, ein paar Gnus, Impalas, und Impalas, hm!

Ynas Reise Blog | Etosha N.P. | regenschauer auf dem Campsite
Also belegen wir den riesigen Campsiteplatz im Namotoni Restcamp. Der Rasenplatz ist sehr schön und die Duschen sind auch nicht weit. Jetzt liegen wir am Pool im Schatten der Bäume. Der ganze Tag ist wunderbar sonnig mit schönen, weißen Wolken. Gegen Abend zieht es aber wieder ordentlich zu. Oh, oh! Essen können wir noch, dann geht es richtig los. Donner, Blitze, Regen - aber so was von heftig. Und es schüttet die ganze Nacht durch...

Montag Der Platz ist heute Morgen ordentlich überschwemmt. Unser Dachzelt hat ganz gut gehalten Da aber sonst alles nass ist - gehen wir frühstücken. Gute Idee! Es gibt Buffet.
Die morgendliche Ausfahrt ist um einiges erfolgreicher. Als erstes fahren wir auf den Dik-Dik Drive und sehen dort tatsächlich ein paar dieser winzigen Tiere. So winzig. So süß. Weniger süß ist dann die Hyäne, die genüsslich an einem alten Stück Giraffe rumkaut. Wir beobachten sie ewig, weil der Platz so günstig ist. Aber das Aas stinkt bis zu uns herüber, bäh! Selbst Giraffen begegnen uns auf dem kleinen Rundweg. Dann geht es in die Fishers Pan. Ein landschaftlich sehr schöner Weg. Wir sehen Gnus, Zebras und Giraffen und Wartogs. Eine Schildkröte und ein Uhu.

Ynas Reise Blog | Etosha N.P. | Giraffe | Hyäne frisst Giraffe
Gegen 17.00 Uhr fahren wir noch mal den Dik-Dik Drive entlang. Wieder sehen wir diese winzigen Tierchen und vor allem zig Giraffen. Aber auch heute wieder keinen Elefanten. Wie vom Erdboden verschluckt.

Ynas Reise Blog | Etosha N.P. | Dik-Dik
Dienstag Heilig Abend, heute Morgen wieder jede Menge Giraffen. Die haben dieses Mal Hochsaison. Aber Elefanten? Nein! Die sehen wir auch heute wieder nicht. Schließlich packen wir unser Zeug und fahren nach Sachsenheim.
Der Campingplatz ist sehr schön und außer uns ist niemand da. Eine dicke, schwarze Wolke, regnet sich direkt über uns aus. Wie von der Tarantel gestochen rennen alle rum. Alles in Sicherheit bringen. Kaum ist alles verteilt, hört es auf zu regnen. Aber nur für kurze Zeit. Und mir fällt ein, dass mein Akku im Ladegerät steckt. Mist! Wenn der Akku hinüber wäre, wäre das nicht so schlimm, aber wenn das Ladegerät vermüllt ist.... das wäre ziemlich blöd.

Ynas Reise Blog | Heiligabend auf dem Campingplatz  Chakalaka
Der richtig große Regen kommt aber erst noch. Wir essen auf dem überdachten Grillplatz unser Abendessen (Kudufleisch, Nudeln und Chakalaka), da blitzt und donnert es plötzlich und schon geht‘s los. Aber wie! Der Regen ist so heftig, dass wir schon denken, wir kommen nicht mehr zum Zelt. Zudem ist es stockdunkel. Irgendwann hört es schlagartig auf, wir raffen alles zusammen und rennen los. Schnell zum Zelt, und rein...

Mittwoch Akku und Ladegerät sind in Ordnung! Gegen 9.00 Uhr verabschieden wir uns von unseren Freunden, denn nun trennen sich unsere Wege wieder. Wir fahren nun Richtung Ruacana. Die Strecke ist sehr flach, sehr gerade und sehr eintönig. Einzige Abwechslung bietet der Tierverkehr auf der Straße. Permanent Ziegen, Esel oder Kühe, die über die Straße laufen.
Nach 400 km sind wir total überrascht, dass an den Ruacana Wasserfällen tatsächlich so viel Wasser ist. Auf der anderen Seite (Angola), ist nämlich ein Kraftwerk, dass den Wasserfluss arg einschränkt.
Wir machen Fotos und fahren zum Campsite am Fuße des Kunene. Diskussionen. Skeptische Blicke. Es werden zwei Himbafrauen befragt. Dann sagt man uns, es sei sehr voll und man würde uns den Platz Nr.1 geben. Cool, ein Platz ganz für uns alleine. Sogar mit Hütte, voll ausgestattet, die wir benutzen können. Der Platz liegt in der Biegung des Flusses. Traumhaft schön. Wir sitzen hier und warten auf den Sonnenuntergang.

Ynas Reise Blog | Am Fluss Kunene
Donnerstag Am Morgen verlassen wir den Campsite am Kunene und machen uns auf die 60 km Gravelpiste! Für dieses schlecht befahrbare Stück brauchen wir 2,5 Stunden. Es ist sandig, steinig, steil und holprig. Und manchmal hat‘s auch tiefe Wasserlöcher. Es gibt aber auch viele interessante Fotomotive. Der Fluss, die Zäune, die Straße. Danach wird die Strecke wieder besser. An den Straßen immer wieder Ziegenherden, die genau dann über die Straße müssen, wenn ein Auto kommt. Nach ca. 210 km haben wir es dann endlich geschafft und sitzen nun direkt an den rauschenden Epupa Falls. Auf dem letzten, verfügbaren Platz!
Wir laufen noch ein wenig rum und fotografieren. Die richtig guten Fotos kann man aber nur machen, wenn man durchs Wasser auf die andere Seite geht. Am besten mit einem Guide.

Ynas Reise Blog | An den Epupa Falls
Am Abend gibt‘s (gefühlte) 3 Meter Burenwurst und Salat. Es geht ein tierischer Wind. Hurra, durch den Wind sind auch keine Motten da.

Ynas Reise Blog | An den Epupa Falls

Freitag Wir frühstücken und machen einen Spaziergang, um uns die Wasserfälle aus einer anderen Perspektive anzuschauen. Dann packen wir alles zusammen und verlassen die Epupa Falls. 180 km später sind wir in Opowu. Die 7 km Anfahrt zum nächsten Campingplatz sind eine echte Herausforderung. Mit einem normalen PKW wollte ich den Weg nicht fahren. Aber so? Toll! Der Weg ist gespickt mit vielen Hinweisschildern. Der Besitzer hat einen etwas eigenwilligen Humor :)

Ynas Reise Blog | Traumhafter Campsite
Der Campingplatz ist traumhaft. O.K. diese Trockentoiletten (mit toller Aussicht) sind etwas gewöhnungsbedürftig. Aber die Duschen sind witzig. Wasser habe ich ja noch geholt, aber den Duscheimer muss Herr H. aufhängen. Zum Staub abwaschen reicht es und den hatten wir heute reichlich.
Wir verbringen einen traumhaften Abend. Einfach perfekt. Mit leckerem Essen, ohne Moskitos, keine Motten (kein Regen!), ein fantastischer Sternenhimmel und das Ganze am Lagerfeuer mit einem Glas Wein. Und anschließend in voller Montur ins kuschelige Zelt. (Es ist zur Abwechslung wieder etwas frisch).

So, das war der zweite Teil. Bald geht es hier weiter…

Freitag, 11. September 2015

NAMIBIA | Reisetagebuch Teil 1

Und los geht's von Kapstadt mit dem Camper Richtung Namibia. Wir starten unsere Reise am 27. November. Es ist Sommer… :)

Noch ein kleiner Hinweis. Dies ist kein Reiseführer, sondern ein ganz persönliches Tagebuch. Wer Fragen hat, kann mir natürlich gerne ein Mail schicken.

Mittwoch Wir sind in Kapstadt gelandet und werden zu unserem Camper gebracht. Stundenlange Einweisung, Formulare, Unterschriften. Dann nichts wie weg. Am Bloubergstrand machen wir die ersten Fotos. Man hat einen fantastischen Blick auf den Tafelberg, vor dem die Kytesurfer durch die Luft wirbeln. Dann Campingplatz suchen und Dachzelt aufbauen. Eine ganz neue Erfahrung - es klappt besser, als wir dachten. Nach dem Essen noch ein Glas (nein es ist ja ein Metallkelch) Wein und dann um 20.00 Uhr ab ins Zelt.

Ynas Reise Blog | Bloubergstrand in Südafrika | Dachzelt
Donnerstag Wir fahren ziemlich viel heute. Anfangs ist die Straße öd und flach, da reißt auch der Blick aufs Meer nichts raus. Nach der Hälfte wird es dann bergiger. Wir checken ein auf dem Kokerboom Caravanpark. Das Zelt haben wir ziemlich fix aufgebaut. Draußen ist es so angenehm, dass wir bis fast 22.00 Uhr sitzen bleiben.

Freitag Um 9.45 Uhr sind wir auf der Autobahn Richtung Namibia. Die Grenze erreichen wir gegen 12.00 Uhr. Ausreisen. Die Einreise ist nicht ganz so gut organisiert. Aber problemlos. Und dann sieht es eigentlich auch schon so aus, wie wir es von Namibia in Erinnerung haben. Sandig, Zäune rechts und links, wenige, trockene Sträucher. 89 km Schotterpiste liegen vor uns.

Ais-Ais. Der Campingplatz ist bezahlt, inklusive Eintritt zu den heißen Quellen. Aber bei dieser Affenhitze in den 35 Grad warmen Pool springen? Immerhin stehen wir unter einem großen Akazienbaum, der uns ein wenig Schatten spendet.

Ynas Reise Blog | Namibia, Ais-Ais
Samstag Gegen 6.00 Uhr werden wir wach und gehen zum Pool. Das Wasser ist über Nacht ein wenig abgekühlt. Herrliche Erfrischung, bevor es gegen 8.30 Uhr weitergeht. Schon nach etwa einer Stunde sind wir am Fishriver Canyon. Seit wir das letzte mal dort waren (2003) hat man hier etwas aufgehübscht. Der Blick ist wirklich fantastisch.

Ynas Reise Blog | Namibia, Fishriver Canyon
Auf der Strecke nach Ketmanshoop ist es eher dröge. Keine spannende Landschaft, keine Tiere. Bei Pick‘nPay lässt man mich gerade noch reinschlüpfen, damit ich ein Brot und zwei Beutel Rusks kaufen kann. Wir fahren zum Messosaurus Camp.

Ynas Reise Blog | Namibia | Erdmännchen und Köcherbäumer in Ketmannshoop
Ein schöner, staubiger Platz unter einem Baum mit einem riesigen Nest, voller Vögel, die wir erst mal ein wenig Aufmischen mit unserer Ankunft. Wir sind hier ganz alleine und um uns herum überall Köcherbäume. Die Rusks sind steinhart. Lassen sich nicht brechen, geschweige denn beißen. Hm! Ich haue dann mal mit dem Beil drauf. Geht doch!
Gegen 18.00 Uhr machen wir uns auf, um durch den Köcherbaumwald zu laufen. Super schön. Bis zum Sonnenuntergang. Nach dem Abendessen basteln uns aus einer alten Wasserflasche ein Windlicht, trinken einen Kelch Wein und genießen den fantastischen Sternenhimmel.

Sonntag Gegen 9.15 Uhr am Morgen fahren wir los. Bis kurz vor Aus ist die Landschaft wieder dröge. Dann wird es aber richtig schön. Die kleinen, grünlichgrauen Grasbüschel geben der Landschaft ein leicht „schimmeliges“ Aussehen. Man schaut unendlich weit und sieht Felsformationen, die wie aus dem Nichts aus der Landschaft ragen.
Wir schlagen unser Lager in Klein Ausvista auf. Es gibt nur 9 Plätze. Wir sitzen unter einem Baum, der von kleinen, hektischen, Vögeln bevölkert ist, die sehr lustige Geräusche machen. Es geht ein angenehmer Wind und hurra, im Office gibt es  Internet. Also trinken wir dort einen Café Latte. Gegen 17.00 Uhr geht es zurück zum Campingplatz, schnell die Wanderschuhe an und dann auf den 4,1 km Hike. Mit einem tollen Viewpoint. Was für eine irre Aussicht.
In der Ferne sieht es nach Regen aus. Mir ist kalt. Ich habe Eisfinger. Heute Nacht werde ich meine Klamotten anlassen!

Ynas Reise Blog | Namibia | Pferde in der Wüste
Montag Der Himmel ist immer noch bedeckt, aber kalt ist es nicht mehr. Wir packen und fahren zu den Wildpferden. Es gibt einen Viewpoint mit einer Wasserstelle. Wir haben Glück, es sind wirklich Pferde da.

Bis Lüderitz sind es von Aus ca. 110 km. Und die Landschaft ist fantastisch. 11 km vor Lüderitz ist Kolmannskop. Und ab da ist auch die Landschaft nicht mehr so toll. Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich Lüderitz nicht mag?
Der Kaffee im Diaz Coffee Shop ist allerdings super und schmeckt lecker. Und auch der Calamari-Burger ist klasse. Und die Felsen-Kirche. Wir klettern hoch auf die Felsen und können die gesamte Stadt überblicken. Also von mir aus könnten wir trotzdem gleich weiterfahren. Die Sonne steht senkrecht am Himmel.
Der Agate Beach ist auch nicht so der Brüller. Kein Mensch da, hässlich und windig. Hm! Fahren wir halt zum Diazpoint. Das Wetter zieht zu. Dichter Nebel. Und es ist hier richtig frisch.
Ich wollte mich wirklich bemühen Lüderitz etwas abzugewinnen. Ich kann aber nichts finden. Die Landschaft hier sieht aus wie „neulich alleine auf‘m Mond“. So gegen 16.00 geht‘s zur Waterfront, um Pizza zu bestellen.

Ynas Reise Blog | Namibia | Felsenkirche in Lüderitz
Die Pizza? Ich sag mal, das war die schlechteste Pizza, die ich je in meinem Leben gegessen habe. Der Teig ist dünn und aufgeweicht. Oben drauf ungefähr ein Kilo Käse, mit dem riesengroße Würfel Schinken und Salami angeklebt sind. Ich schaffe nicht mal die Hälfte von dem Klumpen. Mitnehmen? Doggy Bag? Nein, bitte bloß nicht!

Dienstag Bevor wir Lüderitz verlassen (Hurra!) füllen wir unser Gas auf. Im Radio läuft Hitradio Namibia. Auf zur Kolmannskuppe. Dort machen wir eine interessante, deutsche Führung mit. Später können wir dann noch mal alleine rum laufen und alles in Ruhe fotografieren. Zum Glück ist es nicht windig. Was mich dieses Mal fasziniert hat, sind die Wände in den Wohnhäusern.Versehen mit wunderschönen Ornamenten.

Ynas Reise Blog | Kolmannskuppe in Namibia | Wandornamente
Hinter Aus geht es dann auf die C13 und nach ca. 55 km auf die D707. Weitere 30 km später, kommen wir auf der Farm Gunsbewys an. Hier wohnt eine alte Dame mit ihren zwei Angestellten. Wir trinken mit ihr Kaffee und erfahren, dass sie ursprünglich aus Darmstadt kommt. Ist das zu glauben? Und da ihr Mann Biologe war, gibt es hier auch einen großen Raum mit vielen Schaukästen. Das Krabbelzeug schaue ich mir lieber nicht zu genau an.

Gegen 18.00 Uhr fahren wir zu den Dünen. Oh je, 4x4 ist wirklich nicht so leicht. Aber wir schaffen es irgendwie. Von den Dünen hat man einen fantastischen Blick über die Farm und das Umland. Einfach traumhaft. Wir laufen ein wenig rum, bis die Sonne untergeht. Ist immer noch ziemlich heiß.
Wieder an der Farm angekommen, werden wir von Gertruds Hund „Slowly“ begrüßt. Wir stehen mit dem Auto direkt vor dem Hauptgebäude, aber es gibt kaum Licht. Es ist alles sehr spartanisch hier. Wir kochen im Dunklen. Nicht mal auf der Toilette ist Licht. Bei unserer selbst gebauten Lampe trinken wir noch ein Weinchen. Über uns der fantastischste Sternenhimmel!!! 

Ynas Reise Blog | Gunsbewys - eine Farm in NamibiaMittwoch Auf der Farm Gunsbewys haben wir einen Schakal gesehen, der sich an der Wassertränke dort zu schaffen gemacht hat. Unterwegs sehen wir noch mehr. Die Strecke ist wirklich sehr schön. Links rote Sanddünen, rechts die Tirasberge. Die Fahrt geht recht schnell und wir sind auch ziemlich früh auf Koiimasis. Es gibt nur wenige Plätze. Schön gelegen zwischen den Felsen. Mit Grill und Steintisch und extra Feuerstelle. Für heute Abend haben wir sogar Fleisch. Wir beobachten die Dassis und zwischen unseren Füßen springen Vögelchen herum auf der Suche nach Krümeln.

Ynas Reise Blog | Koiimasis - toller Campingplatz in Namibia
Um 17.00 Uhr machen uns auf den 5 km Loop-Walk. Es ist immer noch ziemlich warm und der Weg ist überwiegend in der Sonne. Der Viewpoint ist wirklich sensationell. Ein traumhafter Blick über eine traumhafte Landschaft.
Wir fahren wieder zurück und duschen. Die Duschen hier sind toll. Schön harmonisch in den Felsen gebaut. Robby feuert die Kohlen an. Ich mache Salat. Wir grillen das Oryxfleisch. Für ein Lagerfeuer ist es leider zu windig. Auf dem Tisch brennt unsere Upcycling Lampe. Füße hochlegen und lesen. Herrlich!

Donnerstag Jeden Morgen, wenn wir aufstehen und die Klappe am Auto aufmachen, bin ich froh, dass wir nicht im Auto schlafen. Seitdem die Tüte Milch ausgelaufen ist, (mit einem Messer aufgespießt) riecht es doch leicht kotzig da drinnen...
Gegen 10.15 Uhr geht‘s auf die anstrengende Gravelroad. Wir sehen wieder Schakale und Unmengen von Oryxantilopen. Es ist unglaublich heiß.

Ynas Reise Blog | Sussusvlei in Namibia bei 45 Grad im Schatten
Daher empfiehlt man uns auch, als wir am Sussusvlei ankommen, erst mal nur eine Nacht zu buchen, da viele Leute bereits wieder fahren wollten, weil es einfach zu heiß ist. 45 Grad (im Schatten!!!)

Auf dem Campingplatz weht uns der Wind die gekochten Eier vom Brot. Gemütlich ist anders. Immerhin kann man sich an den Pool legen. Wir haben jeder eine Liege im Halbschatten. Zum Abendbrot gibt es heute Chackalacka mit Reis und zwei kalte Bierchen.

Freitag So kurz vor 5.00 Uhr morgens machen sich die ersten auf den Weg. Ich bin zwar wach, habe aber überhaupt keine Lust aufzustehen. Gegen 5.50 Uhr sind allerdings auch wir dann auf dem Weg. Erst mal bis zur Düne Nr. 45. Wir schaffen es gerade noch hochzusteigen, bevor die Sonne aufgeht. Puh, ist das anstrengend durch den Sand da hoch zu stapfen. Aber der Blick von oben belohnt für die Mühe. Wir machen tolle Fotos im ersten Morgenlicht. Die Dünen erstrahlen in allen nur erdenklichen Rottönen.

Ynas Reise Blog | Namibia | Auf der Düne 45
Ynas Reise Blog | Deadvlei und Sussusvlei in Namibia
Vom Gate bis zum Vlei sind es 65 km. 60 km bis zum Parkplatz und noch mal 5 km weiter mit dem 4x4. Da kommen wir allerdings nicht sehr weit. Auch Luft ablassen hilft uns nicht wirklich weiter. Die Kupplung stinkt fürchterlich und wir kommen nicht vorwärts. Jemand vom Shuttleservice fährt unseren Wagen dann aus dem Sand. (Der weiß halt wie es geht).

Ynas Design Blog | 100 km of Namib Desert
Der DeadVlei ist eine beeindruckende Landschaft. Ein großes ausgetrocknete Becken mit vielen „toten“ Bäumen und rundherum riesige Dünen.
Wenn jemand mit einem Camelpack und Stützstrümpfen hier herumläuft, kann das nur eins bedeuten. Ein laaaanger Lauf. Wir finden heraus, dass hier gerade ein 100 km Lauf stattfindet (100 km in 4 Tagen). Im Vlei ist das Ziel. Puh! Wer braucht den so was?
Wir schießen Fotos ohne Ende. Der Shuttlefahrer fährt uns zurück zu unserem Auto. Zum Glück kommen wir dann problemlos das letzte Stück zur Straße. Nun springen wir in den Pool und kühlen uns ab.

Dann geht es auf zum nächsten Camp. Und schon sind wir in den Bergen. 100 km weiter. Wir sind alleine, bis auf die Tauben, die versuchen, die Krümel unserer Rusk-Backsteine zu erhaschen. Die ich erst mal wieder mit der Axt zertrümmern musste...
Abends hängt plötzlich ein unglaubliches Sirren in der Luft. Binnen weniger Minuten ist die Luft erfüllt von Moskitos. Wir flüchten ins Zelt. Leider hindert das ein paar der Moskitos nicht daran uns zu folgen. Bewaffnet mit Taschenlampe und Flipflops liegen wir die halbe Nacht wach!

Samstag Nach dem Frühstück fragen wir am Office nach dem OlivTrail. Die erste Hälfte der Strecke geht es bei Sonne nur steil berghoch. Anstrengend, aber von oben hat man fantastische Aussichten.

Der Abstieg ist dann auch nicht leichter. Mal Geröll, mal Kiesel, mal dicke Steine, mal Felsbrocken. Man muss immer schauen, wo mal hintritt. Und fast gegen Ende, wo man nicht mehr umkehren kann, kommt dann der Hammer. Eine echte Herausforderung. Eine kleine, enge Schlucht. Unten mit Wasser gefüllt. An den Seiten Felsen, wie Blätterteig, eine Eisenkette zum Festhalten. Als ich die sehe, denke ich nur, das kann jetzt aber nicht wahr sein.

Ynas Reise Blog | Klettern in den Tirasbergen in Namibia
Ich hänge dort in der Wand. Ich kann nicht mehr vorwärts und nicht mehr rückwärts. Meine Beine zittern. Die Kette hängt viel zu lose, um sich daran entlang zu hangeln. Zurück geht auch nicht. Ich blicke nur runter und denke, so hoch ist das doch nicht. Vielleicht sollte ich einfach springen. Ich stehe eine gefühlte Ewigkeit auf dem schmalen Auftritt. Es ist doch nur ein kleines Stück. Herr H. steht hinter mir und redet auf mich ein. Ich hole tief Luft und versuche es ohne Kette. 2 kleine Schritte, dann hebe ich die Kette mit dem Fuß hoch. Die Kette ist wieder an der richtigen Stelle und es geht weiter. Geschafft.

Dann der bange Moment, als Herr H. in der Felswand hängt. Meine Güte habe ich Angst. Ich lache und zittre zur gleichen Zeit. Ich mache aber noch ein Foto von ihm auf dem man später dann sieht, wie hoch es doch eigentlich ist. Bin ich froh, als er endlich neben mir steht. Danach gibt es keine großen Schwierigkeiten mehr. Und nach 4 Stunden sind wir wieder am Auto. Heilfroh, dass wir das hinter uns gebracht haben.

Wir fahren ins Camp, duschen und essen. Dann geht es wieder raus aus dem Park. Und? Wie beim letzten mal, wie bestellt: Zebras. HBZ‘s - 5 Stück. Was für ein Glück.
Und nun sind wir in Solitaire. Eine Art Versorgungsstation mit Tankstelle, Shop, Lodges und Campsite und vor allem einer irren Bakery. Robby holt sich ein Riesenstück gedeckten Apfelkuchen und ich ein Schweinsöhrchen. Man, ist das lecker. Haben wir uns ja auch verdient. Der Abend ist fantastisch. Bis 22.00 Uhr sitzen wir draußen. Essen Spaghetti und sitzen ungestört unter der Lampe und lesen, trinken unseren Wein und genießen den Abend.

Ynas Reise Blog | Hartmann Bergzebras in den Tirasbergen | Namibia
Sonntag Es ist 15.40 Uhr. Es gießt in Strömen und wir sind am Flughafen in Windhoek bei der Autovermietung, da die Leiter zum Dachzelt auf einer Seite abgebrochen ist. Hier ist gerade nur eine Notbesetzung vor Ort, weil es ist Sonntag.
Wir bekommen ein neues Auto. Sogar ein Double Cap. So weit so gut. Jetzt haben wir eine Rückbank, dafür ist die Ladefläche hinten natürlich kleiner. Wir müssen alles neu sortieren. Dann fahren wir zurück zum Campingplatz. Ich checke ein und dann bauen wir das neue Zelt auf. Und merken, dass der Reißverschluss kaputt ist. Er lässt sich nicht öffnen. Und als wir ihn dann aufhaben ist er vollkommen im Eimer. Es ist zum Kotzen. Also fahren wir wieder die 40 km zum Flughafen. Mit einem desolaten Dachzelt, dass uns mindestens einmal auf der Autobahn fast davonfliegt. Als wir endlich ankommen, müssen wir feststellen, dass niemand mehr dort ist. Noch mal kotzen! Also wieder die ganze Strecke mit 20 Stundenkilometern zurück. Wir bauen das Dachzelt auf. Der Himmel ist pottschwarz. Aus Ausgleich sitzen wir nun im Restaurant und bestellen uns was leckeres zum Essen.

Ynas Reise Blog | Campen in Namibia | mitten im Nichts
Montag Die Fahrt zum Flughafen zieht sich wieder hin. Mit Warnblinker und 40 km/h. Die Plane vom Dachzelt weht fast 2x fast davon. Dieses Mal geht zum Glück alles etwas schneller. Als hätten sie bereits auf uns gewartet. Wir bekommen einen neuen Reißverschluss. Und schon geht es über den Gamsbergpass. Tolle Landschaft. Unser stetiger Begleiter im Radio: Hitradio Namibia :) Und weiter über den Kuiseb Pass und Richtung Kuiseb Canyon. Es gibt ein paar Straßen, die wir mit unserem Permit fahren dürfen, daher gibt es für uns auch atemberaubende Aussichten. Auf dem Weg sehen wir Zebras und Oryxe, die wie wild über die Straße jagen.
Und dann ein Plätzchen zum Schlafen suchen. Es gibt hier „natürliche Zeltplätze“, und wo wir hier nun sind, ist es wunderschön. Wir schaffen es gerade noch das Zelt aufzubauen, bevor die Sonne untergeht. Ganz alleine, mitten im Nichts.

Dienstag Sooo, gut geschlafen. Bisschen frisch, aber keine Mossis. Ausblick auf dem Campsite - traumhaft. Um 10.15 Uhr sind wir auf der Blutkoppe. Leider ist es noch zu früh, um einfach schon hier zu bleiben. Es ist zu heiß. Gegen 12.45 Uhr machen Rast auf dem Campsite und essen ein Brot, trinken Tee und schauen mal wie es nun weiter gehen soll. Au weia, wir stellen fest, dass wir uns schon am 16.12. am Waterberg mit unseren Freunden treffen und nicht wie gedacht am 18.12. Da müssen wir uns ja doch noch beeilen.
Schauen wir uns also hurtig die olle Welwitschia an (1500 Jahre alt soll sie sein), machen ein paar Fotos und anschließend geht es auf den Weg nach Swakopmund.

Ist viel Neues entstanden hier. Der Campsite ist ziemlich cool und momentan noch sehr leer. 2 Tage können wir bleiben, dann ist er ausgebucht. Jeder hat einen überdachten Platz und Grill. Wir stellen erst mal alles ab und machen einen Spaziergang zu der Landungsbrücke, zum „Jetty“. Da heute Feiertag ist, ist die Stadt ziemlich leer.

Ynas Reise Blog | Swakopmund in Namibia
Dann endlich eine heiße Dusche. Dann rein in die lange Hose, Sweatshirt an. Hm! Mir ist so kalt, dass ich mich gegen 20.00 Uhr ins Auto verziehe.

Mittwoch Gegen morgen tropft mir was ins Gesicht. Hilfe! Taschenlampe an. Die Zeltdecke ist komplett nass, obwohl es nicht regnet. Hä? Wir schlafen in einer Tropfzelthöhle. Auch beim Frühstück ist es ziemlich neblig und frisch. Wo ist die Sonne? Wo ist die Wärme?
Also marschieren wir nach dem Frühstück einfach mal los in die Stadt. In der Zwischenzeit ist der Himmel wolkenlos, aber der Wind ist so frisch, dass man im Schatten friert! Meine Güte ist das kalt hier. Gegen 15.30 Uhr marschieren wir zum Strand, haben uns vorher aber sicherheitshalber schon mal eingecremt. Am Strand bleiben wir genau 1,5 Stunden. Die Sonne ist heiß, aber der Wind ist eisekalt.

Donnerstag Es geht Richtung Usakos, 130 km von Swakopmund weg. Ca 20 km vorher biegen wir ab in Richtung Hentjesbay. Dort steht einer rum, winkt uns an. Hat eine Panne. Tank kaputt, kein Geld, kein Wasser, kein Benzin. Ich bin bei so was ja immer misstrauisch. Wir geben ihm 130 N$ und unsere Wasserflasche. Dann fahren wir weiter Richtung Spitzkoppe. An der Registrierungsstation erfahre ich dann, dass es für Eintritt, Auto und eine Übernachtung 480 N$ kosten soll. Das ist uns eindeutig zu viel. Also fahren wir wieder zurück Richtung Usakos. Natürlich steht das kaputte Auto immer noch da, samt Fahrer und winkt uns wieder zu sich. Die Farm hätte wohl doch kein Petrol, obwohl er uns vorher erzählt hat, dass er da war und die würden welches verkaufen. Ich habe es ja gleich gesagt, das ist bestimmt nur ein Trick.
In Usakos biegen wir dann ab Richtung Ameib Ranch. Ein toller Campingplatz. Im Moment sind wir noch alleine und der Pool ist herrlich erfrischend. Die Liegen stehen unter einem Schattendach und alles ist sauber und gepflegt. Nachdem wir so eine Weile am Pool rumgehangen haben, brechen wir auf zu Bulls Party. Noch liegen sie ja, die dicken Kullersteine. Obwohl wir schon mal hier waren, ist es wieder ganz fantastisch.

Bald gehts hier weiter mit dem 2. Teil!