Freitag, 11. September 2015

NAMIBIA | Reisetagebuch Teil 1

Und los geht's von Kapstadt mit dem Camper Richtung Namibia. Wir starten unsere Reise am 27. November. Es ist Sommer… :)

Noch ein kleiner Hinweis. Dies ist kein Reiseführer, sondern ein ganz persönliches Tagebuch. Wer Fragen hat, kann mir natürlich gerne ein Mail schicken.

Mittwoch Wir sind in Kapstadt gelandet und werden zu unserem Camper gebracht. Stundenlange Einweisung, Formulare, Unterschriften. Dann nichts wie weg. Am Bloubergstrand machen wir die ersten Fotos. Man hat einen fantastischen Blick auf den Tafelberg, vor dem die Kytesurfer durch die Luft wirbeln. Dann Campingplatz suchen und Dachzelt aufbauen. Eine ganz neue Erfahrung - es klappt besser, als wir dachten. Nach dem Essen noch ein Glas (nein es ist ja ein Metallkelch) Wein und dann um 20.00 Uhr ab ins Zelt.

Ynas Reise Blog | Bloubergstrand in Südafrika | Dachzelt
Donnerstag Wir fahren ziemlich viel heute. Anfangs ist die Straße öd und flach, da reißt auch der Blick aufs Meer nichts raus. Nach der Hälfte wird es dann bergiger. Wir checken ein auf dem Kokerboom Caravanpark. Das Zelt haben wir ziemlich fix aufgebaut. Draußen ist es so angenehm, dass wir bis fast 22.00 Uhr sitzen bleiben.

Freitag Um 9.45 Uhr sind wir auf der Autobahn Richtung Namibia. Die Grenze erreichen wir gegen 12.00 Uhr. Ausreisen. Die Einreise ist nicht ganz so gut organisiert. Aber problemlos. Und dann sieht es eigentlich auch schon so aus, wie wir es von Namibia in Erinnerung haben. Sandig, Zäune rechts und links, wenige, trockene Sträucher. 89 km Schotterpiste liegen vor uns.

Ais-Ais. Der Campingplatz ist bezahlt, inklusive Eintritt zu den heißen Quellen. Aber bei dieser Affenhitze in den 35 Grad warmen Pool springen? Immerhin stehen wir unter einem großen Akazienbaum, der uns ein wenig Schatten spendet.

Ynas Reise Blog | Namibia, Ais-Ais
Samstag Gegen 6.00 Uhr werden wir wach und gehen zum Pool. Das Wasser ist über Nacht ein wenig abgekühlt. Herrliche Erfrischung, bevor es gegen 8.30 Uhr weitergeht. Schon nach etwa einer Stunde sind wir am Fishriver Canyon. Seit wir das letzte mal dort waren (2003) hat man hier etwas aufgehübscht. Der Blick ist wirklich fantastisch.

Ynas Reise Blog | Namibia, Fishriver Canyon
Auf der Strecke nach Ketmanshoop ist es eher dröge. Keine spannende Landschaft, keine Tiere. Bei Pick‘nPay lässt man mich gerade noch reinschlüpfen, damit ich ein Brot und zwei Beutel Rusks kaufen kann. Wir fahren zum Messosaurus Camp.

Ynas Reise Blog | Namibia | Erdmännchen und Köcherbäumer in Ketmannshoop
Ein schöner, staubiger Platz unter einem Baum mit einem riesigen Nest, voller Vögel, die wir erst mal ein wenig Aufmischen mit unserer Ankunft. Wir sind hier ganz alleine und um uns herum überall Köcherbäume. Die Rusks sind steinhart. Lassen sich nicht brechen, geschweige denn beißen. Hm! Ich haue dann mal mit dem Beil drauf. Geht doch!
Gegen 18.00 Uhr machen wir uns auf, um durch den Köcherbaumwald zu laufen. Super schön. Bis zum Sonnenuntergang. Nach dem Abendessen basteln uns aus einer alten Wasserflasche ein Windlicht, trinken einen Kelch Wein und genießen den fantastischen Sternenhimmel.

Sonntag Gegen 9.15 Uhr am Morgen fahren wir los. Bis kurz vor Aus ist die Landschaft wieder dröge. Dann wird es aber richtig schön. Die kleinen, grünlichgrauen Grasbüschel geben der Landschaft ein leicht „schimmeliges“ Aussehen. Man schaut unendlich weit und sieht Felsformationen, die wie aus dem Nichts aus der Landschaft ragen.
Wir schlagen unser Lager in Klein Ausvista auf. Es gibt nur 9 Plätze. Wir sitzen unter einem Baum, der von kleinen, hektischen, Vögeln bevölkert ist, die sehr lustige Geräusche machen. Es geht ein angenehmer Wind und hurra, im Office gibt es  Internet. Also trinken wir dort einen Café Latte. Gegen 17.00 Uhr geht es zurück zum Campingplatz, schnell die Wanderschuhe an und dann auf den 4,1 km Hike. Mit einem tollen Viewpoint. Was für eine irre Aussicht.
In der Ferne sieht es nach Regen aus. Mir ist kalt. Ich habe Eisfinger. Heute Nacht werde ich meine Klamotten anlassen!

Ynas Reise Blog | Namibia | Pferde in der Wüste
Montag Der Himmel ist immer noch bedeckt, aber kalt ist es nicht mehr. Wir packen und fahren zu den Wildpferden. Es gibt einen Viewpoint mit einer Wasserstelle. Wir haben Glück, es sind wirklich Pferde da.

Bis Lüderitz sind es von Aus ca. 110 km. Und die Landschaft ist fantastisch. 11 km vor Lüderitz ist Kolmannskop. Und ab da ist auch die Landschaft nicht mehr so toll. Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich Lüderitz nicht mag?
Der Kaffee im Diaz Coffee Shop ist allerdings super und schmeckt lecker. Und auch der Calamari-Burger ist klasse. Und die Felsen-Kirche. Wir klettern hoch auf die Felsen und können die gesamte Stadt überblicken. Also von mir aus könnten wir trotzdem gleich weiterfahren. Die Sonne steht senkrecht am Himmel.
Der Agate Beach ist auch nicht so der Brüller. Kein Mensch da, hässlich und windig. Hm! Fahren wir halt zum Diazpoint. Das Wetter zieht zu. Dichter Nebel. Und es ist hier richtig frisch.
Ich wollte mich wirklich bemühen Lüderitz etwas abzugewinnen. Ich kann aber nichts finden. Die Landschaft hier sieht aus wie „neulich alleine auf‘m Mond“. So gegen 16.00 geht‘s zur Waterfront, um Pizza zu bestellen.

Ynas Reise Blog | Namibia | Felsenkirche in Lüderitz
Die Pizza? Ich sag mal, das war die schlechteste Pizza, die ich je in meinem Leben gegessen habe. Der Teig ist dünn und aufgeweicht. Oben drauf ungefähr ein Kilo Käse, mit dem riesengroße Würfel Schinken und Salami angeklebt sind. Ich schaffe nicht mal die Hälfte von dem Klumpen. Mitnehmen? Doggy Bag? Nein, bitte bloß nicht!

Dienstag Bevor wir Lüderitz verlassen (Hurra!) füllen wir unser Gas auf. Im Radio läuft Hitradio Namibia. Auf zur Kolmannskuppe. Dort machen wir eine interessante, deutsche Führung mit. Später können wir dann noch mal alleine rum laufen und alles in Ruhe fotografieren. Zum Glück ist es nicht windig. Was mich dieses Mal fasziniert hat, sind die Wände in den Wohnhäusern.Versehen mit wunderschönen Ornamenten.

Ynas Reise Blog | Kolmannskuppe in Namibia | Wandornamente
Hinter Aus geht es dann auf die C13 und nach ca. 55 km auf die D707. Weitere 30 km später, kommen wir auf der Farm Gunsbewys an. Hier wohnt eine alte Dame mit ihren zwei Angestellten. Wir trinken mit ihr Kaffee und erfahren, dass sie ursprünglich aus Darmstadt kommt. Ist das zu glauben? Und da ihr Mann Biologe war, gibt es hier auch einen großen Raum mit vielen Schaukästen. Das Krabbelzeug schaue ich mir lieber nicht zu genau an.

Gegen 18.00 Uhr fahren wir zu den Dünen. Oh je, 4x4 ist wirklich nicht so leicht. Aber wir schaffen es irgendwie. Von den Dünen hat man einen fantastischen Blick über die Farm und das Umland. Einfach traumhaft. Wir laufen ein wenig rum, bis die Sonne untergeht. Ist immer noch ziemlich heiß.
Wieder an der Farm angekommen, werden wir von Gertruds Hund „Slowly“ begrüßt. Wir stehen mit dem Auto direkt vor dem Hauptgebäude, aber es gibt kaum Licht. Es ist alles sehr spartanisch hier. Wir kochen im Dunklen. Nicht mal auf der Toilette ist Licht. Bei unserer selbst gebauten Lampe trinken wir noch ein Weinchen. Über uns der fantastischste Sternenhimmel!!! 

Ynas Reise Blog | Gunsbewys - eine Farm in NamibiaMittwoch Auf der Farm Gunsbewys haben wir einen Schakal gesehen, der sich an der Wassertränke dort zu schaffen gemacht hat. Unterwegs sehen wir noch mehr. Die Strecke ist wirklich sehr schön. Links rote Sanddünen, rechts die Tirasberge. Die Fahrt geht recht schnell und wir sind auch ziemlich früh auf Koiimasis. Es gibt nur wenige Plätze. Schön gelegen zwischen den Felsen. Mit Grill und Steintisch und extra Feuerstelle. Für heute Abend haben wir sogar Fleisch. Wir beobachten die Dassis und zwischen unseren Füßen springen Vögelchen herum auf der Suche nach Krümeln.

Ynas Reise Blog | Koiimasis - toller Campingplatz in Namibia
Um 17.00 Uhr machen uns auf den 5 km Loop-Walk. Es ist immer noch ziemlich warm und der Weg ist überwiegend in der Sonne. Der Viewpoint ist wirklich sensationell. Ein traumhafter Blick über eine traumhafte Landschaft.
Wir fahren wieder zurück und duschen. Die Duschen hier sind toll. Schön harmonisch in den Felsen gebaut. Robby feuert die Kohlen an. Ich mache Salat. Wir grillen das Oryxfleisch. Für ein Lagerfeuer ist es leider zu windig. Auf dem Tisch brennt unsere Upcycling Lampe. Füße hochlegen und lesen. Herrlich!

Donnerstag Jeden Morgen, wenn wir aufstehen und die Klappe am Auto aufmachen, bin ich froh, dass wir nicht im Auto schlafen. Seitdem die Tüte Milch ausgelaufen ist, (mit einem Messer aufgespießt) riecht es doch leicht kotzig da drinnen...
Gegen 10.15 Uhr geht‘s auf die anstrengende Gravelroad. Wir sehen wieder Schakale und Unmengen von Oryxantilopen. Es ist unglaublich heiß.

Ynas Reise Blog | Sussusvlei in Namibia bei 45 Grad im Schatten
Daher empfiehlt man uns auch, als wir am Sussusvlei ankommen, erst mal nur eine Nacht zu buchen, da viele Leute bereits wieder fahren wollten, weil es einfach zu heiß ist. 45 Grad (im Schatten!!!)

Auf dem Campingplatz weht uns der Wind die gekochten Eier vom Brot. Gemütlich ist anders. Immerhin kann man sich an den Pool legen. Wir haben jeder eine Liege im Halbschatten. Zum Abendbrot gibt es heute Chackalacka mit Reis und zwei kalte Bierchen.

Freitag So kurz vor 5.00 Uhr morgens machen sich die ersten auf den Weg. Ich bin zwar wach, habe aber überhaupt keine Lust aufzustehen. Gegen 5.50 Uhr sind allerdings auch wir dann auf dem Weg. Erst mal bis zur Düne Nr. 45. Wir schaffen es gerade noch hochzusteigen, bevor die Sonne aufgeht. Puh, ist das anstrengend durch den Sand da hoch zu stapfen. Aber der Blick von oben belohnt für die Mühe. Wir machen tolle Fotos im ersten Morgenlicht. Die Dünen erstrahlen in allen nur erdenklichen Rottönen.

Ynas Reise Blog | Namibia | Auf der Düne 45
Ynas Reise Blog | Deadvlei und Sussusvlei in Namibia
Vom Gate bis zum Vlei sind es 65 km. 60 km bis zum Parkplatz und noch mal 5 km weiter mit dem 4x4. Da kommen wir allerdings nicht sehr weit. Auch Luft ablassen hilft uns nicht wirklich weiter. Die Kupplung stinkt fürchterlich und wir kommen nicht vorwärts. Jemand vom Shuttleservice fährt unseren Wagen dann aus dem Sand. (Der weiß halt wie es geht).

Ynas Design Blog | 100 km of Namib Desert
Der DeadVlei ist eine beeindruckende Landschaft. Ein großes ausgetrocknete Becken mit vielen „toten“ Bäumen und rundherum riesige Dünen.
Wenn jemand mit einem Camelpack und Stützstrümpfen hier herumläuft, kann das nur eins bedeuten. Ein laaaanger Lauf. Wir finden heraus, dass hier gerade ein 100 km Lauf stattfindet (100 km in 4 Tagen). Im Vlei ist das Ziel. Puh! Wer braucht den so was?
Wir schießen Fotos ohne Ende. Der Shuttlefahrer fährt uns zurück zu unserem Auto. Zum Glück kommen wir dann problemlos das letzte Stück zur Straße. Nun springen wir in den Pool und kühlen uns ab.

Dann geht es auf zum nächsten Camp. Und schon sind wir in den Bergen. 100 km weiter. Wir sind alleine, bis auf die Tauben, die versuchen, die Krümel unserer Rusk-Backsteine zu erhaschen. Die ich erst mal wieder mit der Axt zertrümmern musste...
Abends hängt plötzlich ein unglaubliches Sirren in der Luft. Binnen weniger Minuten ist die Luft erfüllt von Moskitos. Wir flüchten ins Zelt. Leider hindert das ein paar der Moskitos nicht daran uns zu folgen. Bewaffnet mit Taschenlampe und Flipflops liegen wir die halbe Nacht wach!

Samstag Nach dem Frühstück fragen wir am Office nach dem OlivTrail. Die erste Hälfte der Strecke geht es bei Sonne nur steil berghoch. Anstrengend, aber von oben hat man fantastische Aussichten.

Der Abstieg ist dann auch nicht leichter. Mal Geröll, mal Kiesel, mal dicke Steine, mal Felsbrocken. Man muss immer schauen, wo mal hintritt. Und fast gegen Ende, wo man nicht mehr umkehren kann, kommt dann der Hammer. Eine echte Herausforderung. Eine kleine, enge Schlucht. Unten mit Wasser gefüllt. An den Seiten Felsen, wie Blätterteig, eine Eisenkette zum Festhalten. Als ich die sehe, denke ich nur, das kann jetzt aber nicht wahr sein.

Ynas Reise Blog | Klettern in den Tirasbergen in Namibia
Ich hänge dort in der Wand. Ich kann nicht mehr vorwärts und nicht mehr rückwärts. Meine Beine zittern. Die Kette hängt viel zu lose, um sich daran entlang zu hangeln. Zurück geht auch nicht. Ich blicke nur runter und denke, so hoch ist das doch nicht. Vielleicht sollte ich einfach springen. Ich stehe eine gefühlte Ewigkeit auf dem schmalen Auftritt. Es ist doch nur ein kleines Stück. Herr H. steht hinter mir und redet auf mich ein. Ich hole tief Luft und versuche es ohne Kette. 2 kleine Schritte, dann hebe ich die Kette mit dem Fuß hoch. Die Kette ist wieder an der richtigen Stelle und es geht weiter. Geschafft.

Dann der bange Moment, als Herr H. in der Felswand hängt. Meine Güte habe ich Angst. Ich lache und zittre zur gleichen Zeit. Ich mache aber noch ein Foto von ihm auf dem man später dann sieht, wie hoch es doch eigentlich ist. Bin ich froh, als er endlich neben mir steht. Danach gibt es keine großen Schwierigkeiten mehr. Und nach 4 Stunden sind wir wieder am Auto. Heilfroh, dass wir das hinter uns gebracht haben.

Wir fahren ins Camp, duschen und essen. Dann geht es wieder raus aus dem Park. Und? Wie beim letzten mal, wie bestellt: Zebras. HBZ‘s - 5 Stück. Was für ein Glück.
Und nun sind wir in Solitaire. Eine Art Versorgungsstation mit Tankstelle, Shop, Lodges und Campsite und vor allem einer irren Bakery. Robby holt sich ein Riesenstück gedeckten Apfelkuchen und ich ein Schweinsöhrchen. Man, ist das lecker. Haben wir uns ja auch verdient. Der Abend ist fantastisch. Bis 22.00 Uhr sitzen wir draußen. Essen Spaghetti und sitzen ungestört unter der Lampe und lesen, trinken unseren Wein und genießen den Abend.

Ynas Reise Blog | Hartmann Bergzebras in den Tirasbergen | Namibia
Sonntag Es ist 15.40 Uhr. Es gießt in Strömen und wir sind am Flughafen in Windhoek bei der Autovermietung, da die Leiter zum Dachzelt auf einer Seite abgebrochen ist. Hier ist gerade nur eine Notbesetzung vor Ort, weil es ist Sonntag.
Wir bekommen ein neues Auto. Sogar ein Double Cap. So weit so gut. Jetzt haben wir eine Rückbank, dafür ist die Ladefläche hinten natürlich kleiner. Wir müssen alles neu sortieren. Dann fahren wir zurück zum Campingplatz. Ich checke ein und dann bauen wir das neue Zelt auf. Und merken, dass der Reißverschluss kaputt ist. Er lässt sich nicht öffnen. Und als wir ihn dann aufhaben ist er vollkommen im Eimer. Es ist zum Kotzen. Also fahren wir wieder die 40 km zum Flughafen. Mit einem desolaten Dachzelt, dass uns mindestens einmal auf der Autobahn fast davonfliegt. Als wir endlich ankommen, müssen wir feststellen, dass niemand mehr dort ist. Noch mal kotzen! Also wieder die ganze Strecke mit 20 Stundenkilometern zurück. Wir bauen das Dachzelt auf. Der Himmel ist pottschwarz. Aus Ausgleich sitzen wir nun im Restaurant und bestellen uns was leckeres zum Essen.

Ynas Reise Blog | Campen in Namibia | mitten im Nichts
Montag Die Fahrt zum Flughafen zieht sich wieder hin. Mit Warnblinker und 40 km/h. Die Plane vom Dachzelt weht fast 2x fast davon. Dieses Mal geht zum Glück alles etwas schneller. Als hätten sie bereits auf uns gewartet. Wir bekommen einen neuen Reißverschluss. Und schon geht es über den Gamsbergpass. Tolle Landschaft. Unser stetiger Begleiter im Radio: Hitradio Namibia :) Und weiter über den Kuiseb Pass und Richtung Kuiseb Canyon. Es gibt ein paar Straßen, die wir mit unserem Permit fahren dürfen, daher gibt es für uns auch atemberaubende Aussichten. Auf dem Weg sehen wir Zebras und Oryxe, die wie wild über die Straße jagen.
Und dann ein Plätzchen zum Schlafen suchen. Es gibt hier „natürliche Zeltplätze“, und wo wir hier nun sind, ist es wunderschön. Wir schaffen es gerade noch das Zelt aufzubauen, bevor die Sonne untergeht. Ganz alleine, mitten im Nichts.

Dienstag Sooo, gut geschlafen. Bisschen frisch, aber keine Mossis. Ausblick auf dem Campsite - traumhaft. Um 10.15 Uhr sind wir auf der Blutkoppe. Leider ist es noch zu früh, um einfach schon hier zu bleiben. Es ist zu heiß. Gegen 12.45 Uhr machen Rast auf dem Campsite und essen ein Brot, trinken Tee und schauen mal wie es nun weiter gehen soll. Au weia, wir stellen fest, dass wir uns schon am 16.12. am Waterberg mit unseren Freunden treffen und nicht wie gedacht am 18.12. Da müssen wir uns ja doch noch beeilen.
Schauen wir uns also hurtig die olle Welwitschia an (1500 Jahre alt soll sie sein), machen ein paar Fotos und anschließend geht es auf den Weg nach Swakopmund.

Ist viel Neues entstanden hier. Der Campsite ist ziemlich cool und momentan noch sehr leer. 2 Tage können wir bleiben, dann ist er ausgebucht. Jeder hat einen überdachten Platz und Grill. Wir stellen erst mal alles ab und machen einen Spaziergang zu der Landungsbrücke, zum „Jetty“. Da heute Feiertag ist, ist die Stadt ziemlich leer.

Ynas Reise Blog | Swakopmund in Namibia
Dann endlich eine heiße Dusche. Dann rein in die lange Hose, Sweatshirt an. Hm! Mir ist so kalt, dass ich mich gegen 20.00 Uhr ins Auto verziehe.

Mittwoch Gegen morgen tropft mir was ins Gesicht. Hilfe! Taschenlampe an. Die Zeltdecke ist komplett nass, obwohl es nicht regnet. Hä? Wir schlafen in einer Tropfzelthöhle. Auch beim Frühstück ist es ziemlich neblig und frisch. Wo ist die Sonne? Wo ist die Wärme?
Also marschieren wir nach dem Frühstück einfach mal los in die Stadt. In der Zwischenzeit ist der Himmel wolkenlos, aber der Wind ist so frisch, dass man im Schatten friert! Meine Güte ist das kalt hier. Gegen 15.30 Uhr marschieren wir zum Strand, haben uns vorher aber sicherheitshalber schon mal eingecremt. Am Strand bleiben wir genau 1,5 Stunden. Die Sonne ist heiß, aber der Wind ist eisekalt.

Donnerstag Es geht Richtung Usakos, 130 km von Swakopmund weg. Ca 20 km vorher biegen wir ab in Richtung Hentjesbay. Dort steht einer rum, winkt uns an. Hat eine Panne. Tank kaputt, kein Geld, kein Wasser, kein Benzin. Ich bin bei so was ja immer misstrauisch. Wir geben ihm 130 N$ und unsere Wasserflasche. Dann fahren wir weiter Richtung Spitzkoppe. An der Registrierungsstation erfahre ich dann, dass es für Eintritt, Auto und eine Übernachtung 480 N$ kosten soll. Das ist uns eindeutig zu viel. Also fahren wir wieder zurück Richtung Usakos. Natürlich steht das kaputte Auto immer noch da, samt Fahrer und winkt uns wieder zu sich. Die Farm hätte wohl doch kein Petrol, obwohl er uns vorher erzählt hat, dass er da war und die würden welches verkaufen. Ich habe es ja gleich gesagt, das ist bestimmt nur ein Trick.
In Usakos biegen wir dann ab Richtung Ameib Ranch. Ein toller Campingplatz. Im Moment sind wir noch alleine und der Pool ist herrlich erfrischend. Die Liegen stehen unter einem Schattendach und alles ist sauber und gepflegt. Nachdem wir so eine Weile am Pool rumgehangen haben, brechen wir auf zu Bulls Party. Noch liegen sie ja, die dicken Kullersteine. Obwohl wir schon mal hier waren, ist es wieder ganz fantastisch.

Bald gehts hier weiter mit dem 2. Teil!

Kommentare:

  1. Tolle Reise und tolle Bilder! Dein Reisebericht gefällt mir sehr gut du hast es sehr spannend geschrieben und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
    Liebe Grüße
    Papatya

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  2. meine herren! das mit der wand sieht aber gefährlich aus!!!
    zum glück ist das alles gut gegangen!
    und ausgelaufene milch ist so ziemlich da ekeligste, was es gibt. brrrrr!
    by the way - deine bilder sind toll geworden!!!!
    herzliche grüße
    die frau s.

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  3. Ich hoffe mal, alles ist gut aus gegangen, bin gespannt, wie es weiter geht. Yna die Bilder sind große Klasse!
    Hat mich wirklich sehr gefreut, Dich persönlich kennen zu lernen und am Sonntag hatten wir noch einen so gemütlichen Abschluss im Biergarten :-)
    Und Danke noch mal für das tolle Buch, herzliche Grüße,
    Kebo

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  4. W-O-W!
    Unglaublich schöne Bilder und dein Tagebuch ist super spannend. Hätte ich mich durch diese Felsen hangeln müssen, ich wüsste nicht, ob ich heute noch dort hängen würde. ;D
    Liebe Grüße
    Christina

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