Freitag, 30. September 2016

REISEBERICHT | Nordisch by Camper Teil 1

Hallo ihr Lieben.
Es gibt einen neuen Reisebericht. Da dieser Reiseblog seit 2013 aber nicht so wirklich viele Leser bekommen hat, wird der Blog demnächst geschlossen. Ihr findet die Berichte in Zukunft auf meinem Blog: Ynas-Design.blogspot.de 

Ich würde mich freuen, wenn wir uns dort wiedersehen.
Bis bald, Yna



Donnerstag, 5. Mai 2016

THE HAPPY CAMPER | letzte Etappe und dann nach Hause...

Zack. Schon sind 2 Monate rum. Mittlerweile sind wir wieder auf deutschem Boden und haben ...taddaaa... die Sonne mitgebracht. Wurde ja wohl auch Zeit, oder?

Ynas reise Blog | Puig de Inca | Mallorca | Puig Santa Magdalena
Bevor wir wieder auf die Fähre nach Valencia gestiegen sind, hatten wir noch einen tollen letzten Tag auf Mallorca. Eine letzte Radausfahrt mit allen nach Sineu und dann hieß es erst mal packen. Den letzen Abend wollten wir auf dem Puig de Inca verbringen. Da gibt es ein tolles, neues Restaurant. Wir haben fantastisch gegessen und der Besitzer hatte auch kein Problem damit, dass wir die Nacht auf seinem Parkplatz verbringen. So hatten wir noch einen tollen Sonnenuntergang und am nächsten Morgen hat uns die Sonne auch wieder geweckt.

Dann hieß es aber wirklich Abschied nehmen. Unsere Fähre ging um 11.30 Uhr. Gegen ca. 17.00 Uhr waren wir dann wieder in Valencia.

Ynas Reise Blog | Mallorca | Fähre | Blick auf Palma

Valencia stand ja noch auf unserem Programm. Und an einem fantastischen Tag, mit den blauesten Himmel, den man sich vorstellen kann, sind wir losgezogen. Zur Ciudad de las Artes y de las Ciencias (Die Stadt der Künste und der Wissenschaften). Die Sehenswürddgkeiten dieser Anlage liegen in einem ehemaligen Flussbett und wurden von dem valencianischen Architekten Santiago Calatrava entworfen.

Ynas Reise Blog | Valensia | Ciudad de las Artes y las ciencias

Die Anlage umfasst ein IMAX- Kino, Openhaus, einen botanischen Garten, das größte Aquarium Europas, ein Naturwissenschaftliches Museum, eine riesige Schrägseilbrücke.... Man kann also sehr viel Zeit dort verbringen. Haben wir dann auch!
Aber die Stadt hat noch so viel anderes zu bieten, da reicht die Zeit, die uns noch blieb kaum aus.  Zum Beispiel der Mercado Colon. Wunderschönster Jugendstiel aus dem Jahre 1914. Innen nicht wirklich Markt im eigentlichen Sinne, sondern eine Ansammlung von kleinen Gourmetlokalen.

Ynas Reise Blog | Valensia | Mercado Colon

Ynas Reise Blog | Valensia | Mercado Colon
Ideal für eine kleine Kaffeepause. Und nach der Rumlauferei tut's ja auch mal ganz gut, sich ein paar Minuten hinzusetzen, bevor es zum nächsten Highlight geht. Wie etwa der Mercado Central :)

Hier nun aber wirklich Markhalle. Fast 8000 Quadratmeter Fläche mit ca. 1300 Ständen. In der Hauptsache Lebensmittel. Allein in dieser Halle könnte man schon einen halben Tag verbringen. Schaut euch nur mal die Schinken an....:) aber auch Gewürze und Süßigkeiten gibt es in Hülle und Fülle, und Früchte ohne Ende.

Die Kathedrale von Valencia ist uns so ein bisschen durchgerutscht. Aber irgendwie ist dann halt auch mal die Luft raus. Muss man eben noch mal hin.

Zu viel in zu kurzer Zeit... und eine Stadt stand auf dem Heimweg ja noch auf dem Programm. Auf nach Barcelona!


Noch war das Wetter gut und wir sind rumgelaufen und haben uns erst mal einen Überblick über die Stadt verschafft. Das geht ganz wunderbar vom Museu National d'Art de Catalunya. Und? Man glaubt es kaum, man kann dort mit Rolltreppen hochfahren... :) Von oben der fantastische Blick runter auf die Placa de Espanya - ein zentraler Verkehrsknotenpunkt Barcelonas. Und gaaaanz weit hinten schon mal ein Blick auf die Sagrada Familia.
Hinter dem Musum befindet sich das Olympiagelände von 1992. Der Olympiapark auf dem Montjuic. Anschauen sollte man sich das schon mal, obwohl uns die seltsame Architektur des Stadions mit seiner neoklassizistischern Fassade nicht wirklich gefallen hat. Fotogener war dann schon eher der Fernsehturm, der Torre de Telefonica...

Und da sind wir auch schon beim letzen Highlight der Reise. Die Sagrada Familia. 1882 begonnen, soll die unvollendete Basilika 2026 zum 100. Todestag von Antoni Gaudi fertiggestellt werden. Wir sind gespannt. Aber wie hat Gaudi schon gesagt: Mein Kunde hat keine Eile :)
Dieses "Ding" hat mich wirklich unglaublich beeindruckt. Auf Bildern kannte ich dieses Teil nur als seltsame "Kleckerburg" :) Steht man aber wirklich mal davor und schaut sich die Details der Fassade an, bekommt man einen ganzen anderen Eindruck.



Ich habe gelesen, dass es immer wieder Proteste und Unterschriftenaktionen gab, um den Bau zu stoppen. Klar, heute ist man es gewohnt, dass Gebäude geplant und gebaut werden und in relativ kurzer Zeit dann auch einfach mal fertig sind. (Außer vielleicht die Elbphilharmonie :)), aber früher hat der Bau einer Kathedrale nun mal ewig gedauert. Und ich finde, die Sagrada Familia sollte auf jeden Fall fertiggestellt werden. Der Bau finanziert sich hauptsächlich aus Spenden und Eintrittsgeldern... da ist es dann auch logisch, dass man das Ganze touristisch vermarkten muss.

Als wir dann die Basilika (sie wurde im Jahr 2010 von Papst Benedikt XVI geweiht) betraten, war ich echt geplättet. Obwohl an dem Tag das Wetter nicht gut war, also Wolken und keine Sonne, war das Licht in der Kathedrale unglaublich. Die Menschmengen waren nicht wirklich schlimm, denn der Blick geht meist nach oben. Die Jesusfigur über dem Altar scheint wie mit einem Fallschirm vom Himmel zu schweben...

Mit bis zu 75 Metern Höhe (über der Apsis) einfach unglaublich. Die steinernen Säulen erinnern an Bäume und durch die verglasten Fester scheint ein atemberaubendes Licht. Also, wer nach Barcelona kommt, sollte sich die Sagrada Familia unbedingt anschauen. Die Tickets (15 Euro) allerdings besser voher online bestellen, denn anstellen will man sich da nicht wirklich.
Unbedingt auch noch in das dazugehörige Museum gehen. Mit Fotos und Modellen auf jeden Fall sehenswert.

Tja, und das war es auch schon wieder. Auf der Heimreise wurde das Wetter immer schlechter und wir sind tatsächlich noch durch Regen und Graupelschauer gefahren. Immer noch eisige Temperaturen in unserem Happy Camper. Aber nach der Grenze wurde es dann langsam wärmer und zu Hause war das schönste Wetter. Also ist die Umstellung nicht ganz so schwer gefallen.

Auf jeden Fall gibt es da nun ein paar Orte in Spanien, da müssen wir unbedingt noch mal hin. Vielleicht beim nächsten mal?

Donnerstag, 21. April 2016

THE HAPPY CAMPER | Alhambra, Meer und Schweineberg…

Ui, wie die Zeit vergeht. Nun ist der Aufenthalt auf Mallorca schon fast wieder rum, und wie haben bereits begonnen den Camper wieder flott zu machen. Aber von vorne…

Bevor wie nach Valencia zur Fähre gefahren sind, waren wir in Granada und haben einen Ausflug zur Alhambra gemacht. Die wunderschöne Stadtburg (kasbah) im maurischen Stil.

Ynas Reise Blog | The Happy Camper in Granada | Alhambra
Als meistbesuchte Touristenattraktion in Europa, war es gar nicht so einfach, vernünftige Fotos zu machen. Aber die wahre Schönheit der Paläste lässt sich mit einen Foto eh nicht darstellen. Man muss es einfach mit eigenen Augen gesehen haben.

Ynas Reise Blog | The Happy Camper in Granada | Alhambra Palast
Die Burganlage ist wirklich riesig. Über 770 m lang und 220 m breit. Eigentlich bräuchte man viel mehr Zeit, um sich alles anzuschauen, aber man hat nur ein kleines Zeitfenster - und nur zu dieser Zeit kommt man hinein. Schließlich warten noch hunderte von anderen Menschen, die hinein möchten. Die Eintrittskarten konnten wir zum Glück auf dem Campingplatz buchen, so dass wir uns nicht in die normale Reihe am Ticketschalter anstellen mussten. Der Ticketpreis mit ca.15 Euro war o.k. Nur die enorme Parkgebühr hätten wir uns sparen können, wenn wir mit einem Bus hochgefahren wären...

Ynas Reise Blog | The Happy Camper in Granada | Alhambra | Palast

Das Herzstück sind die Nasridenpaläste. Die Wände sind mit fantastischen Arabesken und arabischen Schriftzügen aus Stuck verziert. Im Innenhof steht ein Brunnen mit 12 steinernen Löwen, an dessen Rand ein Spruch des Dichters Ibn Zamrak zu lesen ist: Selig ist das Auge, das diesen Garten der Schönheit sieht. Die Gärten sind wirklich wunderschön angelegt und überall duftet es nach Orangen. (Wenn bloß nicht alle die Touris wären :)

Ynas Reise Blog | The Happy Camper in Granada | Alhambra | Gärten
Das war dann aber auch erst mal das letzte kulturelle Highlight, das wir uns angesehen haben. Als wir in Valencia ankamen hatten wir erst mal so gar keine Lust mehr uns irgendetwas anzuschauen. Erst mal in die Sonne, ans Meer, auf's Rad…

Unsere Fähre von Valencia nach Palma ging über Nacht. Um 20.00 Uhr stand der Camper auf dem Schiff. Gegen 22.00 Uhr ging's los. 7 - 8 Stunden Überfahrt. Wie schön wäre es gewesen, wenn wir uns in unseren Camper hätten legen können... zum Schlafen. Aber das geht natürlich nicht. So haben wir etwas unbequem auf den Pullmansitzen die Nacht verbracht. Gegen 6.00 Uhr morgens sind wir in Palma angekommen und waren auch zügig runter vom Schiff. Auf, Richtung Santany. Dort haben wir einen Freund besucht, der dort ganzjährig ein Haus gemietet hat. Hach, da hätte ich ja gerade bleiben können...

Ynas Reise Blog | The Happy Camper | Mallorca | Santany
Nach einem tollen Tag dort, haben wir uns schweren Herzens verabschiedet und sind zu unserem eigentlichen Ziel - Richtung Alcudia gefahren. Ins Hotel Esperanza am Playa de Muro.

Ynas Reise Blog | The Happy Camper | Mallorca | Alcudia | Esperanza Park
Dieses mal aber nicht ins Hotel, sondern in die Appartements der Anlage. Der Pool ist ein Traum. Obwohl ich gestehen muss, dass ich nicht ein einziges mal drin war, denn das Wasser ist eisekalt ... 
Und das Meer ist auch nicht wärmer. Aber auch wunderschön -  mit glasklarem Wasser und zu dieser Zeit ist der Strand natürlich noch wunderbar leer.









Nun waren wir ja eigentlich zum Radfahren hier.... was die anderen (wir haben hier Freunde getroffen) natürlich auch getan haben. Mich hat's nicht so wirklich auf's Rad gezogen. Klar, ein paar Touren bin ich gefahren. Und mit 152 Km am Stück bin ich ja auch nicht gerade ein Freizeitradler. Aber irgendwie hat's mich mehr an den Pool und in die Sonne gezogen. Endlich mal hinlegen und nichts tun. Nicht rumfahren. Nichts anschauen. Nur daliegen. (...erinnert mich gerade an einen Sketch von Loriot, ich glaube der heißt "Feierabend" :) 
Nach so einem Ruhetag ist man dann wieder fit für die diversen Strecken. Wie zum Beispiel das Wellblech, das so heißt, weil es immer rauf und runter geht. Oder der Schweineberg auf dem Weg nach Arta. Man meint, er wäre nicht so schlimm, ist er dann aber doch. Ein richtiges Schwein eben. (Für unseren brasilianischen Mitfahrer: Montanha de Porco:) Der Schildkrötenweg heisst so, weil da Herr O. mal eine Schildkröte gerettet hat. Die Straße ist gerade neu geteert und man kann da nun prima runterfahren. Dass ich da allerdings nach einer langen Tour auch wieder hoch musste, hatte mir zum Glück vorher keiner gesagt... Und das Maffay-Tal? Na ja, da hat der Peter wohl ein Häuschen stehen :)

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Und da auch Herr H. mal einen Tag Pause machen muss, sind wir an einem Tag mit dem Bus nach Palma gefahren. Mal wieder Zeit für ein bisschen Kultur... Nun waren wir schon so oft hier, aber die Kathedrale in Palma hatten wir bisher noch nie von innen gesehen. Kann ich nun empfehlen. Für 7 Euro Eintritt bekommt jeder einen Gratis-Audioguide, der einen sehr informativ durchs Museum und die Kathedrale führt.

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Die Kathedrale der Heiligen Maria. Oder wie der Volksmund sie im katalanischen nennt: La Seu (der Bischofsitz). Wie was entstand und wie groß es ist und wer was gemacht hat, könnt ihr alles bei Wiki nachlesen. Antonio Gaudi war zumindest einer von vielen, die hier in der Kathedrale bei den Restaurierungs- und Dekorationsarbeiten mitgewirkt hat. Der Beitrag des mallorquinischen Künstlers Miquel Barcelo im rechten Seitenschiff ließ mich allerdings ein wenig fassungslos dastehen.... aber über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.

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Auch von aussen immer wieder ein fantastisches Bauwerk im gotischen Stil mit riesigen Ausmaßen. Nach der Führung innen sollte man unbedingt noch mal mit offenen Augen um die Kathedrale laufen und sich ein paar Details anschauen.

Ynas Reise Blog | The Happy Camper | Mallorca | Palma





Und wenn man dann noch Lust hat.... ein bisschen shoppen gehen, eine Kleinigkeit essen, einen Café con Leche trinken und das schöne Wetter genießen.

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Genau, während Victoria etwas verschlafen von ihrem Balkon auf die Stadt blickt, streifen wir noch ein wenig durch die Boutiquen und machen uns anschließend wieder auf den Heimweg ins Hotel. Noch eine Nacht, dann heißt es Abschied nehmen von der Insel. Dann geht es zurück nach Valencia und dann Richtung Barcelona. Aber davon später mehr…

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Montag, 4. April 2016

THE HAPPY CAMPER | ist nun in den Bergen...

Ja, nachdem wir die Küste nun verlassen haben, wird's langsam hügelig. An der Küste konnte man zwar relativ flach Radfahren, hatte aber permanent Gegenwind. Vor allem auf dem Rückweg. Logo. Und nachdem ich nun meinen Schnupfen wieder auskuriert habe, konnte es ja nun endlich weiter gehen.
Nach Conil de la Frontera (Hurra, da haben wir einen Adapter bekommen und Radler aus der Heimat getroffen), ging's dann nun endlich in die Berge. Zum Glück ist es nicht ganz so kalt, wie wir dachten. Trotzdem. Unsere verzweifelte Suche nach einem Elektroladen mit meinen chaotischen Spanischkenntnissen war von Erfolg gekrönt. Wir sind nun stolze Besitzer eines Heizlüfters... :)

Ynas Reise Blog | Spanien | Ubrique


Auf dem Weg nach Olvera sind wir in das Eine oder Andere Dorf gefahren. Haben einen Kaffee getrunken, sind rumspaziert und haben Fotos gemacht. Die Pueblos Blancos, die weißen Orte, sind wirklich wunderschön. Von weitem sieht es immer aus, als läge da ein klein wenig Schnee am Hang. Was zum Glück nicht der Fall war.

Ynas Reise Blog | Spanien | Grazalema

Wir waren in Arcos, in Ubrique und Grazalema. Von Grazalema heißt es im Reiseführer: ...sieht aus, als wäre es aus einem Raumschiff auf die steilen, felsigen Hänge der Bergkette abgeworfen worden...

Aber unser Ziel war ja Olvera. Die Gegend ist bekannt für sein Olivenöl. (Dass hier bis Mitte des 19. Jh. ein Zufluchtsort für Verbrecher war, das vergessen wir jetzt mal...;) Der Ort liegt, wie eigentlich alle Städte und Dörfer, auf einem Berg. Unser Campingplatz auf einem kleinen Hügel daneben.

Ynas Reise Blog | Spanien | Olvera
Aber wir sind ja nicht nur zum Städtegucken hier, nicht wahr? Wir wollen ja auch Radfahren. Wobei es mir schon ganz schlecht wurde, als ich gesehen habe, wie hügelig es hier ist. Runter sausen ist ja megageil, wisst ihr ja, aber hochfahren? Öhm, nicht so mein Ding...
Na, da hatte ich aber Glück, dass die Strecke, die Herr H. ausgesucht hat, eine ehemalige Bahnstrecke war. Bahnstrecke bedeutet: kann nicht so furchtbar steil sein. Die Via Verde de la Sierra.

Ynas Reise Blog | Spanien | Olvera | Via Verde de la Sierra
Die Via Verde ist Gelb :) Na ja, nur ein paar Kilometer, dann mal rot geteert und nach 6-7 km ist es dann nur noch Schotter. Die Strecke ist 36 Kilometer lang und man muss durch 30 Tunnel fahren. Gut, wenn man Licht dabei hat. Nicht, dass man damit besser sieht, wenn der Tunnel nicht beleuchtet ist, aber man wird zumindest von Entgegenkommenden gesehen. Der längste Tunnel ist ein Kilometer lang und zum Glück beleuchtet. Trotzdem ein komisches Gefühl mit dem Rad durch die Finsternis zu fahren. Und immer noch schnell die Sonnenbrille runter, sonst wird's zappeduster!

Ynas Reise Blog | Spanien | Olvera | Via Verde de la Sierra | Tunnel





Ynas Reise Blog | Spanien | Olvera | Via Verde de la Sierra | Brücke
Am Ende der wunderschönen Strecke gab es leckere Tapas und ein Radler. Dann das Ganze wieder Retour. Und dann? Oh no! Doch nicht etwa diesen Berg rauf? 16-17 Prozent Steigung. Und das Ganze fast 1 km lang. Ich dachte ich müsste kotzen (sorry!). Ich wollte bestimmt hundert mal absteigen und schieben. Da haben sogar Leute ihr Rad runter geschoben, weil sie sich nicht getraut haben runterzufahren...
Tja, irgendwie hab ich's geschafft (am Ende im ZickZack) und oben war ich dann fix und alle. Bei der nächsten Abfahrt ist dann wieder alles vergessen:)

Am nächsten Tag ging's dann nach Ronda. Die größte "weiße Stadt". Die Stadt hat eine ganz irre Lage. Oben auf den bis zu 120 Meter abfallenden Felswänden. Wahrzeichen der Stadt ist die Puente Nuevo, die sich dramatisch über die Schlucht zwischen den zwei Stadtteilen spannt.
Wir laufen also den Camino de los Molinos runter, um einen tollen Blick auf die Brücke zu haben. Das Wetter hat so gerade noch mitgespielt.

Ynas Reise Blog | Spanien | Ronda | Puente Nuevo



Und von oben hat man natürlich auch einen ganz fantastischen Blick. Über die Schlucht und die beiden Stadtteile.

Aber auch so ist die Stadt sehenswert. Was sich im übrigen wohl auch Dumas, Rielke, Orson Welles oder Hemingway gedachten haben mögen. Letzterer war wohl sicher überall, wo es eine Stierarena gab...

Ynas Reise Blog | Spanien | Ronda | Stier
In der Nähe von Ronda haben wir uns dann einen Campingplatz gesucht und dann fing es gegen Abend auch schon an zu regnen. Am Montag ging es dann Richtung Granada. Vorbei an Olivenbäumen, so weit das Auge reicht. Und weiter. Unglaublich. 
Da sind wir nun. Sitzen in unserem Camper und lauschen dem Regen. Es gießt mal wieder in Strömen. Was ist das bloß für ein beknackter Frühling? 
Aber, wir haben einen Heizlüfter, Internet, ein Känguru und uns. Der Kühlschrank ist voll. Wein ist genügend vorhanden. So what? 
Bis wir übersetzen, nach Mallorca, bleiben uns noch ein paar Tage. Die Fähre von Valencia geht am 8. April abends. Aber davon später mehr.

Bis ganz bald.

Samstag, 26. März 2016

THE HAPPY CAMPER | ist zurück in Spanien...

Von Lissabon aus ging's runter Richtung Süden. Kann es jetzt vielleicht endlich mal etwas wärmer werden? In Lagos konnten wir dann wenigstens mal eine kleine Radausfahrt machen. Zum Leuchtturm in Sagres. Das südwestlichste Ende von Europa.

Ynas Reise Blog | Portugal Algarve Strand
Ynas Reise Blog | Portugal | Leuchtturm in Sagres
Als wir Lagos wieder verlassen haben sind wir noch mal an die Eine oder andere Stelle gefahren und haben uns ein wenig umgeschaut. Die Steilküste muss man sich unbedingt mal angeschaut haben. Natürlich nur bei schönem Wetter.

Ynas Reise Blog | Portugal | Algarve
Dann zog sich der Himmel aber auch schon wieder zu und unser nächstes Ziel war Tavira. Hier wollten wir ja eigentlich Billa treffen. Aber das hätte unser Zeitplan leider nicht erlaubt. Schließlich haben wir unsere Fähre nach Mallorca schon gebucht.
Der Campingplatz in Tavira liegt natürlich nicht so schön, aber man kann zu Fuß in die Altstadt laufen und die ist wirklich sehr hübsch.

Ynas Reise Blog | Portugal | Tavira
Man überquert die Brücke über den Fluss Gilao und ist mittendrin in der Altstadt. Im Hintergrund sieht man die Wahrzeichen der Stadt: Die Pfarrkirche und den Wasserturm (der aber eigentlich nun eine Camera Obscura ist). Wir sind ein wenig durch die Stadt geschlendert und haben Fotos gemacht...

Und waren auf der Suche nach Gas. Das ist so ein Problem! Wir haben 2 große 11-Liter Gasflaschen dabei, die eigentlich auch ewig halten sollten.... hätten wir nicht anfangs ständig die Heizung angehabt. Denn während es nachts draußen nur 3-4 Grad hatte, waren es morgens im Camper auch nur höchstens 6 Grad. Eindeutig zu kalt, um auch nur den großen Zeh aus dem warmen Bett zu strecken. Und wenn man sich abends nicht auch gleich wieder um 21.00 Uhr in die Kiste legen will, muss man halt auch noch mal die Heizung anwerfen. Und Zack! Schon ist die erste Flasche leer.
Die deutschen Gas-Flaschen dürfen in Spanien nicht befüllt werden. Und in Portugal bekommt man auch nichts. Man könnte natürlich eine spanische kaufen, dafür braucht man dann aber wieder einen Adapter. Und was soll man zu Hause mit einer spanischen Gasflasche?
Zum Glück hat's mittlerweile bis zu 18 Grad draußen und das Heizen hat sich erst mal erledigt. Den Rest lösen wir mit jeder Menge heißem Tee!

Ynas Reise Blog | Portugal | Taviras kleine Gassen
Und dann, hurra, sind wir wieder in Spanien. Wir sprechen zwar beide kein Spanisch (Herr H. versteht wenigstens ein bisschen), aber die Wörter klingen wieder vertraut. Ich muss zugeben, mit der portugisischen Sprache bin ich nicht so richtig warm geworden. Sie klingt so ganz anders... :)

Also geradewegs nach Sevilla. Hach, ist das eine tolle Stadt. Aber hallo? Was ist denn hier los? Ist heute Sonntag? Nee, Mittwoch. Und in der Stadt ist die Hölle los. Obwohl das vielleicht nicht der treffende Ausdruck für die Feierlichkeiten in der Osterwoche ist...

Ynas Reise Blog | Spanien| Sevilla Kathedrale


Rund um die Kathedrale in Sevilla (Die Catedral de Santa Maria de la Sede) stehen tausende von Stühlen. Permanent wird irgendwo was abgesperrt und stündlich zieht eine Prozession durch die Stadt. Seltsam gekleidete Bruderschaften ziehen unweigerlich den Blick auf sich. Mit ihren langen spitzen Hüten und verdeckten Gesichter erinnern sie sehr stark an den Ku-Klux-Klan aus den Südstaaten der USA. Keine Chance für Fotos ohne Menschen.... :) Man macht sich fein und flaniert den ganzen Tag durch die Stadt. Geschniekelte Männer, zurechtgemachte Frauen. Man zeigt sich. Man trifft sich. Und alles ist umweht von dem betörenden Duft der Orangenbäume.

Ynas Reise Blog | Spanien| Sevilla | Schönheiten
Und diese Kathedrale. Einmalig. Was haben die Architekten einst gesagt, als sie diese Kathedrale bauen wollten? "Wir bauen eine so große Kirche, dass uns künftige Generationen für verrückt halten werden." In der Tat. Am besten gefällt mir der Glockenturm, denn hier sieht man noch, dass hier eigentlich mal eine Moschee gestanden hat. Das Minarett ließ man stehen und baute später den oberen Teil einfach im christlichen Stil drauf. Wenn man die Kathedrale betritt stößt man als erstes auf das Grab von Christoph Columbus und dann geht der Blick natürlich unweigerlich nach oben... Große Besichtigungen waren aber nicht möglich, da auch hier alles mit Stühlen zugestellt war.

Ynas Reise Blog | Spanien| Sevilla | Torre del Oro
Beim Torre del Oro sucht man allerdings vergeblich nach Gold. Eines der markantesten Symbole Sevillas. Wahrscheinlich war er früher mal mit goldenen Kacheln verkleidet.

Die Gassen sind auch hier eng. Überall Menschen. Und Tapas-Bars. Hmmm. Es riecht sehr lecker und man blickt auf die Teller der Anderen und bekommt unweigerlich Hunger. Aber es gibt noch so vieles zu sehen. Zum Beispiel die Plaza de Espania, das Lieblingsziel Erholungsuchender Servillanos. (Ein bisschen Venedig mit Bötchenfahren...) Und natürlich der wunderschöne Parque Maria Luisa.

Ynas Reise Blog | Spanien| Sevilla | Plaza de Espania
Es hätte noch so viele Sachen gegeben, die wir uns gerne angesehen hätten, aber wie gesagt, die Stadt war mega voll. Und die Schlangen vor dem Palast Alcazar, den wir unbedingt sehen wollten waren irre lang. Auch abends war es schwierig durch die Gassen zu laufen. Ganz Sevilla war auf den Beinen. Aber wir wollten zumindest einmal am Abend durch die Gassen von Sevilla laufen, den Orangenblütenduft einatmen, einen Wein trinken, Tapas essen und einen Blick auf die beleuchtete Kathedrale werfen.
Sevilla? Da muss man noch mal hin. Unbedingt!

Dann, auf dem Weg zum Campingplatz (der eigentlich ein riesiger Parkplatz war), wurden wir ein wenig aufgehalten. Wie? Klappen die jetzt die Bürgersteige hoch? Die Lösung war das riesige Olsen Kreuzfahrtschiff, das gerade jetzt am Abend seine Reise antreten musste. Da wurde dann mal schnell alles abgesperrt und die Brücke hochgeklappt. Danach ging's aber fix zum Campingplatz, denn wir waren in der Zwischenzeit gut durchgefroren... und Gas ist knapp.

Dann, nach insgesamt 3 Tagen, ging es dann auch schon wieder weiter. Nun sind wir in El Puerto de Santa Maria in der Nähe von Cadiz.
Die ersten Radkilometer haben wir hier nun auch hinter uns. Mehr als mir lieb war. Nach 80 Kilometern kamen wir in einen Ort, wo man uns erzählte es wären noch ca. 25 Kilometer bis zum Ziel. Au weia. Aber das hatte sich dann erledigt. Wir kamen aus diesem verf***ten Ort einfach nicht raus. Man hat uns permanent in eine andere Richtung geschickt und die Zeit wurde immer knapper. Das würde wir im Hellen nicht mehr schaffen. Und als dann noch alle meinten, mit dem Rad ging das eh nicht, war's eh zu spät. Wir sind dann mit der Bahn heim und die letzen Kilometer im Dunklen durch die Stadt. Ich hoffe, die nächste Ausfahrt ist erfolgreicher ... :)

Ich werde berichten. Bis bald.

Montag, 21. März 2016

THE HAPPY CAMPER | goes downtown…

So, da bin mal wieder. Zwar längst schon weiter, aber der versprochene Post von Lissabon fehlt ja noch. Ich muss zugeben, ich tue der alten Dame Lisboa jetzt vielleicht ein wenig unrecht, wenn ich sage, sie hat mich nicht wirklich beeindruckt... aber wenn man vorher in Porto war und sich das eine oder andere Städtchen schon angeschaut hat, kommt einem doch so vieles bekannt vor. Die Kacheln an den Häusern, der Kork in den Schaufenstern, die schmalen Gassen, die Wäsche an den Balkonen, die Straßenbahnen. Dennoch, muss man mal gesehen haben.
Der Campingplatz lag etwas außerhalb und wir sind mit dem Bus reingefahren, das funktioniert zum Glück immer ganz prima.

Und auch sonst sind wir in der Stadt kreuz und quer mit öffentlichen Verkehrsmittel unterwegs gewesen. Ein Tagesticket kostet 6 Euro und damit kann man Bus, Metro und die Tram benutzen. (Vorausgesetzt man versteht den Ticketautomat :)
Oben seht ihr uns :) und daneben den Torre de Belem. Leider habe ich jetzt den Reiseführer nicht dabei und kann nicht näher auf die einzelnen Sachen eingehen. (Da müsste ich nämlich zum dritten mal zum Camper rennen. Sitze gerade im Waschsalon und nur hier gibt es Internet...!) Aber ich hole es nach - versprochen!

Altes und Neues ergänzt sich prima.Zumindest farblich. Das große Kloster Mosteiro dos Jerónimos in Belém (riiiesig) wurde in 7 Jahrzehnten gebaut.(15. Jahrhundert). Es enthält unter anderem den Sarg von Vasco da Gama. Und das Centra Cultura ist nicht weit entfernt. das Kulturzentrum im Stadtteil Belém von 1993. Auch riesig :)
Natürlich darf auch nicht das Entdeckerdenkmal, Padrao dos Descobrimentos, fehlen. Mit den 16 Figuren aus der Zeit der Seefahrer. Angeführt von Heinrich dem Seefahrer...

Im Hintergrund die tolle Brücke Ponte 25 de Abril, die ein kleines bisschen an San Francisco erinnert... Da waren wir später noch.
Natürlich darf eine Fahrt mit den alten Trams in Lissabon nicht fehlen. Die sind zwar meistens recht voll, aber es ist schon spannend die steilen Straßen rauf und runter zu ruckeln und nur wenige Zentimeter an den Häuserwänden vorbei zu fahren.

Dann sucht man sich am besten einen schönen Platz aus und verlässt die Tram. Zum Beispiel auf einem Mirador mit Blick über die Stadt.



Dann läuft man ein wenig rum. Und kommt an der Kathedrale Sé de Lisboa vorbei. Die Hauptkirche von Lissabon. Ein Blick hinein lohnt sich auf jeden Fall.

Mit der Metro ging's dann noch mal Richtung Oriente. Da ist das ExpoGelände von 1998. Wenn man also mal keine Lust mehr hat auf alte Bauwerke ist das eine gute Adresse.
Aber manchmal sind es ja doch eher die kleinen Dinge, die man so nebenbei entdeckt :) Wie zum Beispiel den netten kleinen Eiswagen in Belém. Ist der nicht niedlich? Leider war es nicht warm genug für Frozen Joghurt.

Und natürlich darf ein Sonnenuntergang an der Brücke Ponte 25 de Abril über dem Tejo nicht fehlen. Wir hatten Glück und es gab tatsächlich einen tollen Sonnenuntergang, denn auch wenn es so scheint auf den Fotos, das Wetter ist nicht wirklich frühlingshaft.
Der Weg zu dieser tollen Stelle ist ein wenig abenteuerlich. Fängt eigentlich schon damit an, dass man mit der Fähre rüber fahren muss und mal wieder kein Wort versteht an diesem Ticketautomat. Aber zum Glück findet sich immer jemand der einem hilft. Dann rüber und gleich rechts am Kai entlang. Ja, ja, das ist der richtige Weg... wie haben uns öfters umgeschaut und gedacht, au weia, wenn uns da jetzt jemand auflauert. Aber am Ende ist tatsächlich ein sehr niedliches Restaurant und der perfekt Blick auf die Brücke bei Sonnenuntergang. Und viele andere mit Kameras... :)

Nach drei Tagen Lissabon wollten wir dann aber endlich an die Küste. Auf an die Algarve. Dazu überfährt man dann noch mal eine Brücke. Die Ponte Vasco da Gama. 17.200 Meter lang! Einer der längsten Brücken der Welt und die längste in Europa.

Und nun sind wir bereits hier unten. (Momentan in Tavira). Waren in Lagos auf dem Campingplatz und haben unsere erste Ausfahrt mit dem Rad gemacht. Zum Leuchtturm in Sagres. Am südwestlichsten Teil Europas. 

In ein paar Tagen sind wir wieder in Spanien. Aber davon später....
Bis ganz bald, Yna