Samstag, 30. Januar 2016

GOMERA INSELURLAUB | in sich ruhn - nichts tun…

Na, das war ja mal ein ganz entspannter Urlaub. Ohne große Pläne (eigentlich auch ohne Kleine), Hotel schon gebucht. 10 Tage an einem Ort. Das kommt bei uns ja nicht wirklich oft vor. GOMERA.

Aber auch wenn die Kanaren ja nicht wirklich weit weg sind mit 4 Stunden Flug, ist die Anreise doch recht lang. Nachdem man auf Teneriffa gelandet ist, muss man erst mal mit dem Taxi zur Fähre Los Christianos. Die Fahrt nach San Sebastian de la Gomera dauert dann ca. 1 Stunde. Dann mit dem Taxi nach Valle Gran Rei, weil der Bus natürlich gerade weg ist... gut, wenn man sich mit anderen zusammen tut, denn die Fahrt kostet ca. 55 Euro und dauert, wenn der Taxifahrer die Kurven ordentlich schneidet, noch mal eine Dreiviertelstunde. Also: Morgens um 4.30 Uhr aufstehen - ankommen im Appartement 17.00 Uhr!!!



10 Tage blauer Himmel, angenehme Temperaturen, ein paar Bücher, Pool und leckeres Essen. So war's geplant. Und es gab in der Tat auch keine großen Überraschungen.


Wenn man auf Gomera nicht wandern geht, oder einen Trommelkurs macht :) oder vielleicht versucht sich selbst zu finden, kann man wirklich gut entspannen. Vormittags am Pool abhängen und zum Sonnenuntergang an den Strand. Ich muss zugeben, die schwarzen Strände der Kanaren mag ich nicht so besonders. Für mich muss Sand einfach weiß sein! Ich weiß nicht mal, wie warm das Wasser war - der Pool war auf jeden Fall eisekalt :)

La Gomera ist vulkanischen Ursprungs und viele Strandmeter gibt es eh nicht. Was mich total fasziniert hat, war das Geräusch der kullernden, runden Steine, wenn, nach einer Welle, das Wasser wieder zurückfließt - toll!


So ganz untätig wollten wir aber nicht sein. Also haben wir uns ein Auto gemietet und sind 3 Tage über die Insel gefahren. Da sollte man schon ein wenig "spuckfest" sein. Wer keine Kurven mag, sollte lieber am Meer bleiben. Ich glaube, es gibt nicht einen einzigen Kilometer gerade Straße...




Manchmal hat mich die Landschaft an Hawaii erinnert. Zum Glück, war es aber nicht so heiß. In den Bergen kann es wirklich richtig frisch werden. Eine warme Jacke ist da ein Muss. Die Aussichten auf die umgebenen Landschaften sind schon ziemlich spektakulär.

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Den Teide im Blick. Der höchste Berg von Spanien liegt auf der Insel Teneriffa. 3718 Meter!!! Bis da drüben sind es gerade mal ca. 38 km.

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La Gomera hat mehrere Vegetationszonen, und dass obwohl sie die zweitkleinste Insel der Kanaren ist. Es gibt Lorbeerwälder und immergrüne Farne, Heidemischwald, Agaven und Feigenkakteen. Das Herzstück des Nationalparks Garajonay ist der immergrüne Nebelwald. (klingt mystisch, oder? - ist er auch  - irgendwie. Von den Bäumen hängen Flechten und die knorrigen Äste sind mit Moos bedeckt. Und natürlich gibt es jede Menge Bananen. Babybananen oder Ladyfinger genannt :) Die sind kleiner, als die Bananen, die wir hier so kennen und schmecken viel aromatischer.

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Und außer der tollen Landschaft und dem milden Klima gibt es auch noch die Menschen, die sich da so auf Gomera tummeln. Ehrlich, ich wollte es nicht glauben... ich dachte die Sorte Mensch ist längst "ausgestorben" :) Weitgefehlt! Rastalocken, Pluderhosen, Sandalen, handgewebte Taschen, schlafen am Strand, Feuerschlucker, Trommler, Flöter (!), alternativ, meditativ und irgendwie anders.

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Ich hätte zu gerne all diese "Typen" fotografiert. Aber da traue ich mich dann nicht. Außerdem gibt es ja auch so was wie eine Privatsphäre... Also habe ich mich auf die Figuren beschränkt, die ich an den Häuserwänden gesehen habe. Oder auf die 4 Meter hohe Bronzestatue von Hautacupereche. Einem Rebellen, der Nachfolger des Großen Königs des Tals (Valle Gran Rei) werden wollte. Sein Leben aber bei einem Aufstand verlor.

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Tja, das war's auch schon. Dass wir jeden Abend lecker Essen waren, ist ja klar. Jede Menge Fisch und immer Mojo Verde (oder rosso), die leckere, traditionelle, kanarische Sauce. Hmm!
Und dann gibt es natürlich noch jeden Abend einen Sonnenuntergang, den darf man auf keinen Fall  verpassen!

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