Samstag, 26. März 2016

THE HAPPY CAMPER | ist zurück in Spanien...

Von Lissabon aus ging's runter Richtung Süden. Kann es jetzt vielleicht endlich mal etwas wärmer werden? In Lagos konnten wir dann wenigstens mal eine kleine Radausfahrt machen. Zum Leuchtturm in Sagres. Das südwestlichste Ende von Europa.

Ynas Reise Blog | Portugal Algarve Strand
Ynas Reise Blog | Portugal | Leuchtturm in Sagres
Als wir Lagos wieder verlassen haben sind wir noch mal an die Eine oder andere Stelle gefahren und haben uns ein wenig umgeschaut. Die Steilküste muss man sich unbedingt mal angeschaut haben. Natürlich nur bei schönem Wetter.

Ynas Reise Blog | Portugal | Algarve
Dann zog sich der Himmel aber auch schon wieder zu und unser nächstes Ziel war Tavira. Hier wollten wir ja eigentlich Billa treffen. Aber das hätte unser Zeitplan leider nicht erlaubt. Schließlich haben wir unsere Fähre nach Mallorca schon gebucht.
Der Campingplatz in Tavira liegt natürlich nicht so schön, aber man kann zu Fuß in die Altstadt laufen und die ist wirklich sehr hübsch.

Ynas Reise Blog | Portugal | Tavira
Man überquert die Brücke über den Fluss Gilao und ist mittendrin in der Altstadt. Im Hintergrund sieht man die Wahrzeichen der Stadt: Die Pfarrkirche und den Wasserturm (der aber eigentlich nun eine Camera Obscura ist). Wir sind ein wenig durch die Stadt geschlendert und haben Fotos gemacht...

Und waren auf der Suche nach Gas. Das ist so ein Problem! Wir haben 2 große 11-Liter Gasflaschen dabei, die eigentlich auch ewig halten sollten.... hätten wir nicht anfangs ständig die Heizung angehabt. Denn während es nachts draußen nur 3-4 Grad hatte, waren es morgens im Camper auch nur höchstens 6 Grad. Eindeutig zu kalt, um auch nur den großen Zeh aus dem warmen Bett zu strecken. Und wenn man sich abends nicht auch gleich wieder um 21.00 Uhr in die Kiste legen will, muss man halt auch noch mal die Heizung anwerfen. Und Zack! Schon ist die erste Flasche leer.
Die deutschen Gas-Flaschen dürfen in Spanien nicht befüllt werden. Und in Portugal bekommt man auch nichts. Man könnte natürlich eine spanische kaufen, dafür braucht man dann aber wieder einen Adapter. Und was soll man zu Hause mit einer spanischen Gasflasche?
Zum Glück hat's mittlerweile bis zu 18 Grad draußen und das Heizen hat sich erst mal erledigt. Den Rest lösen wir mit jeder Menge heißem Tee!

Ynas Reise Blog | Portugal | Taviras kleine Gassen
Und dann, hurra, sind wir wieder in Spanien. Wir sprechen zwar beide kein Spanisch (Herr H. versteht wenigstens ein bisschen), aber die Wörter klingen wieder vertraut. Ich muss zugeben, mit der portugisischen Sprache bin ich nicht so richtig warm geworden. Sie klingt so ganz anders... :)

Also geradewegs nach Sevilla. Hach, ist das eine tolle Stadt. Aber hallo? Was ist denn hier los? Ist heute Sonntag? Nee, Mittwoch. Und in der Stadt ist die Hölle los. Obwohl das vielleicht nicht der treffende Ausdruck für die Feierlichkeiten in der Osterwoche ist...

Ynas Reise Blog | Spanien| Sevilla Kathedrale


Rund um die Kathedrale in Sevilla (Die Catedral de Santa Maria de la Sede) stehen tausende von Stühlen. Permanent wird irgendwo was abgesperrt und stündlich zieht eine Prozession durch die Stadt. Seltsam gekleidete Bruderschaften ziehen unweigerlich den Blick auf sich. Mit ihren langen spitzen Hüten und verdeckten Gesichter erinnern sie sehr stark an den Ku-Klux-Klan aus den Südstaaten der USA. Keine Chance für Fotos ohne Menschen.... :) Man macht sich fein und flaniert den ganzen Tag durch die Stadt. Geschniekelte Männer, zurechtgemachte Frauen. Man zeigt sich. Man trifft sich. Und alles ist umweht von dem betörenden Duft der Orangenbäume.

Ynas Reise Blog | Spanien| Sevilla | Schönheiten
Und diese Kathedrale. Einmalig. Was haben die Architekten einst gesagt, als sie diese Kathedrale bauen wollten? "Wir bauen eine so große Kirche, dass uns künftige Generationen für verrückt halten werden." In der Tat. Am besten gefällt mir der Glockenturm, denn hier sieht man noch, dass hier eigentlich mal eine Moschee gestanden hat. Das Minarett ließ man stehen und baute später den oberen Teil einfach im christlichen Stil drauf. Wenn man die Kathedrale betritt stößt man als erstes auf das Grab von Christoph Columbus und dann geht der Blick natürlich unweigerlich nach oben... Große Besichtigungen waren aber nicht möglich, da auch hier alles mit Stühlen zugestellt war.

Ynas Reise Blog | Spanien| Sevilla | Torre del Oro
Beim Torre del Oro sucht man allerdings vergeblich nach Gold. Eines der markantesten Symbole Sevillas. Wahrscheinlich war er früher mal mit goldenen Kacheln verkleidet.

Die Gassen sind auch hier eng. Überall Menschen. Und Tapas-Bars. Hmmm. Es riecht sehr lecker und man blickt auf die Teller der Anderen und bekommt unweigerlich Hunger. Aber es gibt noch so vieles zu sehen. Zum Beispiel die Plaza de Espania, das Lieblingsziel Erholungsuchender Servillanos. (Ein bisschen Venedig mit Bötchenfahren...) Und natürlich der wunderschöne Parque Maria Luisa.

Ynas Reise Blog | Spanien| Sevilla | Plaza de Espania
Es hätte noch so viele Sachen gegeben, die wir uns gerne angesehen hätten, aber wie gesagt, die Stadt war mega voll. Und die Schlangen vor dem Palast Alcazar, den wir unbedingt sehen wollten waren irre lang. Auch abends war es schwierig durch die Gassen zu laufen. Ganz Sevilla war auf den Beinen. Aber wir wollten zumindest einmal am Abend durch die Gassen von Sevilla laufen, den Orangenblütenduft einatmen, einen Wein trinken, Tapas essen und einen Blick auf die beleuchtete Kathedrale werfen.
Sevilla? Da muss man noch mal hin. Unbedingt!

Dann, auf dem Weg zum Campingplatz (der eigentlich ein riesiger Parkplatz war), wurden wir ein wenig aufgehalten. Wie? Klappen die jetzt die Bürgersteige hoch? Die Lösung war das riesige Olsen Kreuzfahrtschiff, das gerade jetzt am Abend seine Reise antreten musste. Da wurde dann mal schnell alles abgesperrt und die Brücke hochgeklappt. Danach ging's aber fix zum Campingplatz, denn wir waren in der Zwischenzeit gut durchgefroren... und Gas ist knapp.

Dann, nach insgesamt 3 Tagen, ging es dann auch schon wieder weiter. Nun sind wir in El Puerto de Santa Maria in der Nähe von Cadiz.
Die ersten Radkilometer haben wir hier nun auch hinter uns. Mehr als mir lieb war. Nach 80 Kilometern kamen wir in einen Ort, wo man uns erzählte es wären noch ca. 25 Kilometer bis zum Ziel. Au weia. Aber das hatte sich dann erledigt. Wir kamen aus diesem verf***ten Ort einfach nicht raus. Man hat uns permanent in eine andere Richtung geschickt und die Zeit wurde immer knapper. Das würde wir im Hellen nicht mehr schaffen. Und als dann noch alle meinten, mit dem Rad ging das eh nicht, war's eh zu spät. Wir sind dann mit der Bahn heim und die letzen Kilometer im Dunklen durch die Stadt. Ich hoffe, die nächste Ausfahrt ist erfolgreicher ... :)

Ich werde berichten. Bis bald.

Montag, 21. März 2016

THE HAPPY CAMPER | goes downtown…

So, da bin mal wieder. Zwar längst schon weiter, aber der versprochene Post von Lissabon fehlt ja noch. Ich muss zugeben, ich tue der alten Dame Lisboa jetzt vielleicht ein wenig unrecht, wenn ich sage, sie hat mich nicht wirklich beeindruckt... aber wenn man vorher in Porto war und sich das eine oder andere Städtchen schon angeschaut hat, kommt einem doch so vieles bekannt vor. Die Kacheln an den Häusern, der Kork in den Schaufenstern, die schmalen Gassen, die Wäsche an den Balkonen, die Straßenbahnen. Dennoch, muss man mal gesehen haben.
Der Campingplatz lag etwas außerhalb und wir sind mit dem Bus reingefahren, das funktioniert zum Glück immer ganz prima.

Und auch sonst sind wir in der Stadt kreuz und quer mit öffentlichen Verkehrsmittel unterwegs gewesen. Ein Tagesticket kostet 6 Euro und damit kann man Bus, Metro und die Tram benutzen. (Vorausgesetzt man versteht den Ticketautomat :)
Oben seht ihr uns :) und daneben den Torre de Belem. Leider habe ich jetzt den Reiseführer nicht dabei und kann nicht näher auf die einzelnen Sachen eingehen. (Da müsste ich nämlich zum dritten mal zum Camper rennen. Sitze gerade im Waschsalon und nur hier gibt es Internet...!) Aber ich hole es nach - versprochen!

Altes und Neues ergänzt sich prima.Zumindest farblich. Das große Kloster Mosteiro dos Jerónimos in Belém (riiiesig) wurde in 7 Jahrzehnten gebaut.(15. Jahrhundert). Es enthält unter anderem den Sarg von Vasco da Gama. Und das Centra Cultura ist nicht weit entfernt. das Kulturzentrum im Stadtteil Belém von 1993. Auch riesig :)
Natürlich darf auch nicht das Entdeckerdenkmal, Padrao dos Descobrimentos, fehlen. Mit den 16 Figuren aus der Zeit der Seefahrer. Angeführt von Heinrich dem Seefahrer...

Im Hintergrund die tolle Brücke Ponte 25 de Abril, die ein kleines bisschen an San Francisco erinnert... Da waren wir später noch.
Natürlich darf eine Fahrt mit den alten Trams in Lissabon nicht fehlen. Die sind zwar meistens recht voll, aber es ist schon spannend die steilen Straßen rauf und runter zu ruckeln und nur wenige Zentimeter an den Häuserwänden vorbei zu fahren.

Dann sucht man sich am besten einen schönen Platz aus und verlässt die Tram. Zum Beispiel auf einem Mirador mit Blick über die Stadt.



Dann läuft man ein wenig rum. Und kommt an der Kathedrale Sé de Lisboa vorbei. Die Hauptkirche von Lissabon. Ein Blick hinein lohnt sich auf jeden Fall.

Mit der Metro ging's dann noch mal Richtung Oriente. Da ist das ExpoGelände von 1998. Wenn man also mal keine Lust mehr hat auf alte Bauwerke ist das eine gute Adresse.
Aber manchmal sind es ja doch eher die kleinen Dinge, die man so nebenbei entdeckt :) Wie zum Beispiel den netten kleinen Eiswagen in Belém. Ist der nicht niedlich? Leider war es nicht warm genug für Frozen Joghurt.

Und natürlich darf ein Sonnenuntergang an der Brücke Ponte 25 de Abril über dem Tejo nicht fehlen. Wir hatten Glück und es gab tatsächlich einen tollen Sonnenuntergang, denn auch wenn es so scheint auf den Fotos, das Wetter ist nicht wirklich frühlingshaft.
Der Weg zu dieser tollen Stelle ist ein wenig abenteuerlich. Fängt eigentlich schon damit an, dass man mit der Fähre rüber fahren muss und mal wieder kein Wort versteht an diesem Ticketautomat. Aber zum Glück findet sich immer jemand der einem hilft. Dann rüber und gleich rechts am Kai entlang. Ja, ja, das ist der richtige Weg... wie haben uns öfters umgeschaut und gedacht, au weia, wenn uns da jetzt jemand auflauert. Aber am Ende ist tatsächlich ein sehr niedliches Restaurant und der perfekt Blick auf die Brücke bei Sonnenuntergang. Und viele andere mit Kameras... :)

Nach drei Tagen Lissabon wollten wir dann aber endlich an die Küste. Auf an die Algarve. Dazu überfährt man dann noch mal eine Brücke. Die Ponte Vasco da Gama. 17.200 Meter lang! Einer der längsten Brücken der Welt und die längste in Europa.

Und nun sind wir bereits hier unten. (Momentan in Tavira). Waren in Lagos auf dem Campingplatz und haben unsere erste Ausfahrt mit dem Rad gemacht. Zum Leuchtturm in Sagres. Am südwestlichsten Teil Europas. 

In ein paar Tagen sind wir wieder in Spanien. Aber davon später....
Bis ganz bald, Yna

Dienstag, 15. März 2016

THE HAPPY CAMPER | auf Sonnenkurs...

Wir sind endlich in Lissabon angekommen. Und? Jetzt schüttet es erst mal wieder...
Aber der Reihe nach. Nach dem wir Porto verlassen hatten, ging es an die Küste nach Aveiro, dem Venedig Portugals. Mit den bemalten Booten der Moliceiros, den Tangfischern. Hübsche, kleine Universitätsstadt, mit 3 Kanälen, auf den man als Tourist natürlich auch rumfahren kann. Wenn man will...

Nach Aveiros gings weiter nach Barra, liegt zum Glück alles dicht beieinander. Dort steht mit 62 Metern, der zweithöchste Leuchtturm in Europa ist. Ach, so herrlich am Strand. Jetzt noch ein paar Grad wärmer. Die Sonne war ja schon da. Danach noch ein kurzer Abstecher nach Costa Nova, um uns dort die längsgestreiften Häuser anzuschauen. Der Strand dort ist ein Traum. Und jetzt natürlich noch menschenleer.




Das nächste Übernachtungsziel war Coimbra. Der Camper steht direkt am Fluss unweit der Fußgängerbrücke, die uns in die Stadt bringt. Durch einen wunderschön angelegten Park. Coimbra ist geprägt durch seine Studenten, denn hier steht die älteste Universität Portugals. Was man leider auch den Schmierereien an den Häusern merkt.


Wir laufen durch die Gassen, die, natürlich wie in anscheinend in jeder Stadt in Portugal, steil sind. Unglaublich, was wir hier an Höhenmetern machen. Wir laufen zur Universität und schlendern durch die Gassen. Es lohnt sich auf jeden Fall immer mal einen Blick nach oben zu werfen. Nicht nur wegen der Wäsche, die da überall rumhängt.


Von Coimbra ging es dann weiter nach Tomar. Dort gibt es das Castelo Templário e Convento de Christo. Eine Templerburg. Sehr eigentümlich verziert diese Burg. Wurzel, Algen, Muscheln und Fabelwesen. Wir schauen uns die Burg an und ich denke die ganze Zeit, kein Wunder, dass die nicht alt geworden sind, in diesen Burgen holt man sich ja den Tod. Ganz schön frisch da drin.


Da ist es in dem kleinen Café doch schon netter. Wenn die Sonne scheint und der frisch gepresste Orangensaft vor einem steht. Und der Blick über die schönen Häuserfassaden streift. Und immer wieder TukTuks. Die kennen wir ja eigentlich nur aus Asien...


Aber noch haben wir nicht alle Burgen und Schlösser hinter uns. Nein, nein, so schnell geht das nicht. Auf nach Óbidios, dem Rothenburg ob der Tauber Portugals. Noch ne Burg. Der Urlaubsort der Königinnen - nachdem das Kastell zum Palast umgebaut wurde. Der historische Stadtkern hat nur 600 Einwohner. Hier sieht man keine Kabel, Leitungen oder Satellitenschüsseln... (alles versteckt :) Es ist Sonntag und es ist die Hölle los. Busseweise werden die Touristen angekarrt und wir mittendrin. Egal, was soll‘s, schieben wir uns halt mit durch die Gassen. Vorbei an all dem Nippes. Nur gucken, nichts kaufen!


Wir übernachten auf dem schönen Campingplatz in Obidios. Bei Björn. Björn kommt aus Kassel. Seine Eltern und er haben diesen Campingplatz übernommen und recht schön zurechtgemacht. Da hätte man es auch noch ein paar Tage aushalten können. Aber - wir haben noch ein paar Burgen und Schlösser vor uns. Nächstes Ziel also Sintra. Schon ganz nah an Lissabon. 
Sintra - wer reich war baute sich hier seine Sommerresidenz. Unglaublich viele schöne Villen gibt es hier. Unter anderem. Vor allem gibt es erst mal das Castelo dos Mouros. Um dort hinzukommen, sollte man gut zu Fuß sein. Was für ein Aufstieg! Die haben es sich aber auch nicht leicht gemacht damals. Völlig verschwitzt kommen wir oben an. Dafür werden wir mit einem unglaublichen Ausblick von der Maurenfestung belohnt, da das Wetter fantastisch ist.


Der nächste Tag ist reserviert für das Nationalschloss. Palácio National de Sintra. Der einzige in Portugal vollständig erhaltene mittelalterliche Herrscherpalast. Innen natürlich ganz fantastisch verziert mit den buntesten Kacheln. Am besten gefallen haben uns allerdings die weißgekachelten Küchenräume mit ihren unglaublich hohen Schornsteinen, die von außen aussehen, wie zwei riesige Flaschen. Wir schieben uns mit mehreren Schulklassen durch die Räume, machen unsere Fotos und schlendern hinterher noch mal durch die Altstadt, bevor es dann endgültig zum letzten Palast der Region geht. 



Dem unglaublichen Palacio da Pena. Hallo? Sind wir hier in Disneyland? Ein Lustschloss der ganz besonderen Art. Natürlich oben auf‘m Berg. Wo sonst? Das Schloss, im romantischen Stil war das Lebenswerk des portugiesischen Prinzgemahls Ferdinand von Sachsen-Coburg-Gotha. UNESCO Weltkulturerbe... Na ja. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten... :)



Dann, dann endlich ging‘s nach Lissabon. Auf einen riesigen Campingplatz in einem Pinienwald. Hm. Die kleinen Plätzchen waren doch irgendwie netter. Außerdem schüttet es gerade. Soll aber besser werden. Die ersten Sonnenstrahlen blinzeln schon durch die Bäume. Also erst mal Wäsche waschen. Aufräumen. Post schreiben. Lesen. Und was Essen. Wir haben uns gestern auf dem Markt in Sintra ein Riesenpaket mit verschiedenen Käsesorten gekauft... Hmmmm! Dann geht‘s in die Stadt. Davon später mehr...

Donnerstag, 10. März 2016

THE HAPPY CAMPER | hat den Kurs geändert...


Ein sonniges Hallo aus Porto. Nachdem das Wetter an der Küste in absehbarer Zeit nicht besser werden sollte, sind wir schweren Herzens weiter gefahren. San Sebastian mit seinem schönen Hafen, sowie Bilbao mit dem Guggenheim Museum konnten wir uns nicht anschauen. Die Regen- und Hagelschauer waren einfach zu heftig. Im Landesinneren wurde es dann endlich besser. (bis auf ein kleines Schneegebiet...) 

Unser erster Stopp war Zamora. Sieht erst mal sehr unscheinbar aus, hat aber eine wunderschöne Altstadt. Mit einer alten Kathedrale, einer Zitadelle und einer schnuckeligen Innenstadt mit großem Platz.


Bei sonnigem, aber frischem Wetter haben wir uns die Stadt angesehen. Unser Camper stand auf einem bewachten Stellplatz. Davon gibt es zum Glück überall recht viele. Die kosten nix, man hat allerdings auch keinerlei Service. Aber der Platz lag zentral, so dass wir am nächsten Morgen noch mal in die Stadt sind, um ein paar Fotos zu machen.


Störche zum Beispiel, die überall in der Stadt ihre riesigen Nester haben. Nach ein paar Besorgungen haben wir uns wieder auf den Weg gemacht. 

Nächstes Ziel: Puebla de Sanabria. Gilt als eines der schönsten Dörfer Spaniens. Die Fahrt dahin war allerdings sehr abenteuerlich. Zumindest mit unserem Camper. Ich habe bei der Durchfahrt der kleinen Dörfer immer die Luft angehalten, dass wir nicht mit dem Alkoven irgend jemandem seinen Balkon runterreißen. Oder umgekehrt. Die Gassen waren furchtbar eng. Wäre eigentlich eine coole Radstrecke dorthin gewesen, wenns nicht nur 8 Grad gehabt hätte...

Überhaupt. Wo sind denn bitte die Frühlingstemperaturen? Gut, dass wir uns so warme Decken gekauft haben. Im Alkoven ist es kuschelig warm. (Wenn auch eng)


Durch die ganzen Besichtigungen, lief uns ein wenig die Zeit davon. Mit dem Camper kommt man ja nicht wirklich schnell vorwärts. 90 Stundenkilometer und auch nur, wenn nicht alle 500 Meter ein Kreisel kommt... Aber dann endlich Porto. Am Ende doch Autobahn, damit es etwas schneller ging. Die Uhr eine Stunde zurückgedreht und ab durch den Berufsverkehr zum Campingplatz. Wir sind in Portugal.


Nur, um dort festzustellen, dass das Tor zu war und wir keine Möglichkeit hatten hineinzukommen. Na super! Es war spät. Es war dunkel. Und wir hatten keinen Bock mehr. Also haben wir uns einfach vor‘s Tor gestellt und haben an der Straße übernachtet. Am nächsten Morgen um 8.00 Uhr war das Tor dann auf. Im übrigen der Biologische Park. Also rein. Endlich mal wieder duschen :) und dann mit dem Bus in die Stadt auf Entdeckungsreise...


Eine wirklich tolle Stadt. Das Wetter ist fantastisch, wenn auch immer noch frisch. Aber in der Sonne kann man sich auch mal ins Café setzen und einem Straßenmusiker zuhören. Nach den Tagen auf der Straße tut die Lauferei mal richtig gut, obwohl wir abends völlig platt sind. Porto ist steil. Es geht steil rauf und wieder steil runter. Wir schauen uns Kathedralen an, den ältesten Buchladen Portugals. Und gehen in das fantastische Café Majestic. (Hier hat J.K.Rowling ihren Harry Potter „Stein der Weisen“ geschrieben, als sie in Porto Englisch unterrichtet hat) Wir gehen über die Eisenbrücke von Gustav Eiffel. Einmal unten, einmal oben, schauen uns Markthallen an, trinken Kaffee, und laufen und laufen und laufen. Gut, dass Herr H. so einen guten Orientierungssinn hat. Ich wäre hier hoffnungslos verloren. Auch mit Karte:)

Ich kaufe mir ein Magnet (wie immer im Urlaub), eine Kachel, was sonst, und einen Fächer -  es könnte ja irgendwann mal heiß werden. Herr H. findet ein schönes T-Shirt mit einem Fahrrad drauf. Es gab sogar eins mit einem Camper und dem Wort "Happy Camper".... aber die Farbe war nicht soooo schön. 


So, wir haben nun beschlossen, noch einen Tag hier zu bleiben. Schließlich müssen wir uns ja noch den Park anschauen. Gegen Mittag versuchen wir dann das Museum zu finden und morgen geht es dann weiter Richtung Süden.

Ach ja, und falls ihr wissen wollt, wie und wo wir so wohnen... hier auch mal ein Bild von unserem kleinen Zu Hause. Sieht von außen wirklich winzig aus ist aber ein wahres Raumwunder :) Ehrlich!


In der Zwischenzeit sammeln wir hier natürlich weiter ständig Erkenntnisse, was das Reisen mit dem Camper angeht. 1. Erkenntnis: Putzlappen, falls man einen braucht, sollte man den von zu Hause mitbringen. Spanier und Portugiesen feudeln mit dem Mop. Putzlappen gibt‘s hier nicht, und für einen Mop ist hier kein Platz.  2. Schnürsenkel. Es gibt hier hunderte von Schuhläden, aber keiner verkauft Schnürsenkel. Geschweige denn, dass man sich den Namen dafür auf Portugisisch merken kann (oder aussprechen). 3. Ein 750 Gramm Nutella Glas ist definitiv zu groß für unsere Schränke...

Adeus, até logo!

Samstag, 5. März 2016

THE HAPPY CAMPER | lernt gerade schwimmen...

5. März 2016
17.25 Bordzeit
N43°0'32" W1°19'9"
Gefahrene km heute: 100
Gefahrene km gesamt: 1552

Hallo ihr lieben Daheimgebliebenen. Ein erstes Hallo von unserer Reise. Ganz nach meinem altbekannten Motto: Wenn du denkst, es geht nicht schlimmer. Doch! Geht immer! - fahren wir mit unserem Camper durchs Land. Wir hatten ja schon damit gerechnet, dass es eher kalt ist, aber muss das dazu auch noch die ganze Zeit wie aus Eimern gießen? Oder gar hageln? Von den stürmischen Winden ganz zu schweigen. So hatten wir uns das nicht vorgestellt.
Ynas Reise Blog | Happy Camper | Strand
Dafür machen wir uns so allmählich mit dem Camper vertraut. Dass heißt, wir suchen ständig irgendwelche Dinge, die wir irgendwo verstaut haben, oder es fallen uns beim Öffnen der Schränke Sachen entgegen, die wir nicht wollen. Oder es fällt uns ein, was wir vergessen haben. Meine tolle Errungenschaft "Hängeschrank" hat leider keine 3 Tage überlebt, da sind in einer Kurve die Gurte gerissen und das Ding ist abgekracht. Jetzt liegt alles kreuz und quer im Schrank. Wir haben das Problem gelöst, in dem wir den Schrank jetzt einfach nicht mehr öffnen :) Die Sportsachen können wir bei dem Wetter eh nicht gebrauchen.

Kochen geht prima. 3 Gasflammen - da kann "Mann" schon ordentlich was zu Essen machen :)  Mit dem Grillen werden wir wohl noch eine Weile warten müssen....

Tja, und dann die Sache mit dem Bad. Also eins vorneweg - wenn die Heizung läuft, ist das der kuscheligste Raum überhaupt. Man würde am liebsten stundenlang duschen - wenn man genügend Wasser hätte. Aber 100 Liter reichen halt auch nicht ewig.

Beim Entleeren der Toilette hört der Spaß allerdings auf. Beim ersten mal ging's noch ganz gut. Die Vorrichtung dafür war perfekt. Einfach weg mit dem Schei**, ausspülen und fertig. Beim zweiten mal (also heute) ist mir so schlecht geworden, dass ich mich fast übergeben hätte - na das kann auf jeden Fall noch lustig werden...

Und nun sind wir hier in Spanien, San Sebastian. Eine wirklich tolle Ecke. Aber da es permanent schüttet, haben wir gar keine große Lust mit dem Bus in die Stadt zu fahren - eigentlich wollten wir Essen gehen. Leider soll das schlechte Wetter noch ein Weilchen so bleiben.

Ihr seht, es gibt noch nicht wirklich viel zu berichten und Bilder gibt es erst recht nicht. Gerade scheint zwar mal die Sonne, kann aber nicht lange dauern...

Sobald hier der Punk abgeht, werdet ihr wieder von uns hören. In der Zwischenzeit trinken wir uns das Wetter erst mal schön :)