Samstag, 26. März 2016

THE HAPPY CAMPER | ist zurück in Spanien...

Von Lissabon aus ging's runter Richtung Süden. Kann es jetzt vielleicht endlich mal etwas wärmer werden? In Lagos konnten wir dann wenigstens mal eine kleine Radausfahrt machen. Zum Leuchtturm in Sagres. Das südwestlichste Ende von Europa.

Ynas Reise Blog | Portugal Algarve Strand
Ynas Reise Blog | Portugal | Leuchtturm in Sagres
Als wir Lagos wieder verlassen haben sind wir noch mal an die Eine oder andere Stelle gefahren und haben uns ein wenig umgeschaut. Die Steilküste muss man sich unbedingt mal angeschaut haben. Natürlich nur bei schönem Wetter.

Ynas Reise Blog | Portugal | Algarve
Dann zog sich der Himmel aber auch schon wieder zu und unser nächstes Ziel war Tavira. Hier wollten wir ja eigentlich Billa treffen. Aber das hätte unser Zeitplan leider nicht erlaubt. Schließlich haben wir unsere Fähre nach Mallorca schon gebucht.
Der Campingplatz in Tavira liegt natürlich nicht so schön, aber man kann zu Fuß in die Altstadt laufen und die ist wirklich sehr hübsch.

Ynas Reise Blog | Portugal | Tavira
Man überquert die Brücke über den Fluss Gilao und ist mittendrin in der Altstadt. Im Hintergrund sieht man die Wahrzeichen der Stadt: Die Pfarrkirche und den Wasserturm (der aber eigentlich nun eine Camera Obscura ist). Wir sind ein wenig durch die Stadt geschlendert und haben Fotos gemacht...

Und waren auf der Suche nach Gas. Das ist so ein Problem! Wir haben 2 große 11-Liter Gasflaschen dabei, die eigentlich auch ewig halten sollten.... hätten wir nicht anfangs ständig die Heizung angehabt. Denn während es nachts draußen nur 3-4 Grad hatte, waren es morgens im Camper auch nur höchstens 6 Grad. Eindeutig zu kalt, um auch nur den großen Zeh aus dem warmen Bett zu strecken. Und wenn man sich abends nicht auch gleich wieder um 21.00 Uhr in die Kiste legen will, muss man halt auch noch mal die Heizung anwerfen. Und Zack! Schon ist die erste Flasche leer.
Die deutschen Gas-Flaschen dürfen in Spanien nicht befüllt werden. Und in Portugal bekommt man auch nichts. Man könnte natürlich eine spanische kaufen, dafür braucht man dann aber wieder einen Adapter. Und was soll man zu Hause mit einer spanischen Gasflasche?
Zum Glück hat's mittlerweile bis zu 18 Grad draußen und das Heizen hat sich erst mal erledigt. Den Rest lösen wir mit jeder Menge heißem Tee!

Ynas Reise Blog | Portugal | Taviras kleine Gassen
Und dann, hurra, sind wir wieder in Spanien. Wir sprechen zwar beide kein Spanisch (Herr H. versteht wenigstens ein bisschen), aber die Wörter klingen wieder vertraut. Ich muss zugeben, mit der portugisischen Sprache bin ich nicht so richtig warm geworden. Sie klingt so ganz anders... :)

Also geradewegs nach Sevilla. Hach, ist das eine tolle Stadt. Aber hallo? Was ist denn hier los? Ist heute Sonntag? Nee, Mittwoch. Und in der Stadt ist die Hölle los. Obwohl das vielleicht nicht der treffende Ausdruck für die Feierlichkeiten in der Osterwoche ist...

Ynas Reise Blog | Spanien| Sevilla Kathedrale


Rund um die Kathedrale in Sevilla (Die Catedral de Santa Maria de la Sede) stehen tausende von Stühlen. Permanent wird irgendwo was abgesperrt und stündlich zieht eine Prozession durch die Stadt. Seltsam gekleidete Bruderschaften ziehen unweigerlich den Blick auf sich. Mit ihren langen spitzen Hüten und verdeckten Gesichter erinnern sie sehr stark an den Ku-Klux-Klan aus den Südstaaten der USA. Keine Chance für Fotos ohne Menschen.... :) Man macht sich fein und flaniert den ganzen Tag durch die Stadt. Geschniekelte Männer, zurechtgemachte Frauen. Man zeigt sich. Man trifft sich. Und alles ist umweht von dem betörenden Duft der Orangenbäume.

Ynas Reise Blog | Spanien| Sevilla | Schönheiten
Und diese Kathedrale. Einmalig. Was haben die Architekten einst gesagt, als sie diese Kathedrale bauen wollten? "Wir bauen eine so große Kirche, dass uns künftige Generationen für verrückt halten werden." In der Tat. Am besten gefällt mir der Glockenturm, denn hier sieht man noch, dass hier eigentlich mal eine Moschee gestanden hat. Das Minarett ließ man stehen und baute später den oberen Teil einfach im christlichen Stil drauf. Wenn man die Kathedrale betritt stößt man als erstes auf das Grab von Christoph Columbus und dann geht der Blick natürlich unweigerlich nach oben... Große Besichtigungen waren aber nicht möglich, da auch hier alles mit Stühlen zugestellt war.

Ynas Reise Blog | Spanien| Sevilla | Torre del Oro
Beim Torre del Oro sucht man allerdings vergeblich nach Gold. Eines der markantesten Symbole Sevillas. Wahrscheinlich war er früher mal mit goldenen Kacheln verkleidet.

Die Gassen sind auch hier eng. Überall Menschen. Und Tapas-Bars. Hmmm. Es riecht sehr lecker und man blickt auf die Teller der Anderen und bekommt unweigerlich Hunger. Aber es gibt noch so vieles zu sehen. Zum Beispiel die Plaza de Espania, das Lieblingsziel Erholungsuchender Servillanos. (Ein bisschen Venedig mit Bötchenfahren...) Und natürlich der wunderschöne Parque Maria Luisa.

Ynas Reise Blog | Spanien| Sevilla | Plaza de Espania
Es hätte noch so viele Sachen gegeben, die wir uns gerne angesehen hätten, aber wie gesagt, die Stadt war mega voll. Und die Schlangen vor dem Palast Alcazar, den wir unbedingt sehen wollten waren irre lang. Auch abends war es schwierig durch die Gassen zu laufen. Ganz Sevilla war auf den Beinen. Aber wir wollten zumindest einmal am Abend durch die Gassen von Sevilla laufen, den Orangenblütenduft einatmen, einen Wein trinken, Tapas essen und einen Blick auf die beleuchtete Kathedrale werfen.
Sevilla? Da muss man noch mal hin. Unbedingt!

Dann, auf dem Weg zum Campingplatz (der eigentlich ein riesiger Parkplatz war), wurden wir ein wenig aufgehalten. Wie? Klappen die jetzt die Bürgersteige hoch? Die Lösung war das riesige Olsen Kreuzfahrtschiff, das gerade jetzt am Abend seine Reise antreten musste. Da wurde dann mal schnell alles abgesperrt und die Brücke hochgeklappt. Danach ging's aber fix zum Campingplatz, denn wir waren in der Zwischenzeit gut durchgefroren... und Gas ist knapp.

Dann, nach insgesamt 3 Tagen, ging es dann auch schon wieder weiter. Nun sind wir in El Puerto de Santa Maria in der Nähe von Cadiz.
Die ersten Radkilometer haben wir hier nun auch hinter uns. Mehr als mir lieb war. Nach 80 Kilometern kamen wir in einen Ort, wo man uns erzählte es wären noch ca. 25 Kilometer bis zum Ziel. Au weia. Aber das hatte sich dann erledigt. Wir kamen aus diesem verf***ten Ort einfach nicht raus. Man hat uns permanent in eine andere Richtung geschickt und die Zeit wurde immer knapper. Das würde wir im Hellen nicht mehr schaffen. Und als dann noch alle meinten, mit dem Rad ging das eh nicht, war's eh zu spät. Wir sind dann mit der Bahn heim und die letzen Kilometer im Dunklen durch die Stadt. Ich hoffe, die nächste Ausfahrt ist erfolgreicher ... :)

Ich werde berichten. Bis bald.

Kommentare:

  1. Wie immer mega schöne Fotos! Einfach klasse. Macht Spaß anzuschauen.
    Wir haben heute tolles Frühlingswetter gehabt und Luis spielerisch an Gartenarbeit herangeführt. ;-)
    Viele Grüße, Susi u Matze

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  2. Hallo ihr zwei, frohe Ostern :-)

    Was für ein toller Bericht und was für wunderschöne Fotos - wünsche euch weiterhin viel Spaß und ganz viel gutes Wetter - liebe Grüße aus dem trüben und nassen Koblenz, Kristina

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  3. Hallo,
    was für wunderschöne Bilder! Ach, wie gerne wäre ich jetzt auch im warmen Süden! Bei uns liegt noch ein wenig Schnee!
    Ganz liebe Grüße und einen schönen Abend,
    Christine

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  4. Mensch, jetzt kann ich endlich auch mal kommentieren... bin im Netz! Schade das wir uns nicht treffen, und ihr schon weiter gezogen seid. Genau die Ecken, die du von Tavira gezeigt hast, haben wir natürlich auch schon abgelaufen,- Kunststück, sooo groß ist die Altstadt auch nicht ; ) Bin gespannt, auf weitere Berichte und bald sehen wir uns ja auch wieder, oder?
    Es grüßt die Billa von de Algarve

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Ich freue mich über eure Kommentare. Vielleicht habt ihr ja ähnliches zu berichten? Immer her damit!