Dienstag, 15. März 2016

THE HAPPY CAMPER | auf Sonnenkurs...

Wir sind endlich in Lissabon angekommen. Und? Jetzt schüttet es erst mal wieder...
Aber der Reihe nach. Nach dem wir Porto verlassen hatten, ging es an die Küste nach Aveiro, dem Venedig Portugals. Mit den bemalten Booten der Moliceiros, den Tangfischern. Hübsche, kleine Universitätsstadt, mit 3 Kanälen, auf den man als Tourist natürlich auch rumfahren kann. Wenn man will...

Nach Aveiros gings weiter nach Barra, liegt zum Glück alles dicht beieinander. Dort steht mit 62 Metern, der zweithöchste Leuchtturm in Europa ist. Ach, so herrlich am Strand. Jetzt noch ein paar Grad wärmer. Die Sonne war ja schon da. Danach noch ein kurzer Abstecher nach Costa Nova, um uns dort die längsgestreiften Häuser anzuschauen. Der Strand dort ist ein Traum. Und jetzt natürlich noch menschenleer.




Das nächste Übernachtungsziel war Coimbra. Der Camper steht direkt am Fluss unweit der Fußgängerbrücke, die uns in die Stadt bringt. Durch einen wunderschön angelegten Park. Coimbra ist geprägt durch seine Studenten, denn hier steht die älteste Universität Portugals. Was man leider auch den Schmierereien an den Häusern merkt.


Wir laufen durch die Gassen, die, natürlich wie in anscheinend in jeder Stadt in Portugal, steil sind. Unglaublich, was wir hier an Höhenmetern machen. Wir laufen zur Universität und schlendern durch die Gassen. Es lohnt sich auf jeden Fall immer mal einen Blick nach oben zu werfen. Nicht nur wegen der Wäsche, die da überall rumhängt.


Von Coimbra ging es dann weiter nach Tomar. Dort gibt es das Castelo Templário e Convento de Christo. Eine Templerburg. Sehr eigentümlich verziert diese Burg. Wurzel, Algen, Muscheln und Fabelwesen. Wir schauen uns die Burg an und ich denke die ganze Zeit, kein Wunder, dass die nicht alt geworden sind, in diesen Burgen holt man sich ja den Tod. Ganz schön frisch da drin.


Da ist es in dem kleinen Café doch schon netter. Wenn die Sonne scheint und der frisch gepresste Orangensaft vor einem steht. Und der Blick über die schönen Häuserfassaden streift. Und immer wieder TukTuks. Die kennen wir ja eigentlich nur aus Asien...


Aber noch haben wir nicht alle Burgen und Schlösser hinter uns. Nein, nein, so schnell geht das nicht. Auf nach Óbidios, dem Rothenburg ob der Tauber Portugals. Noch ne Burg. Der Urlaubsort der Königinnen - nachdem das Kastell zum Palast umgebaut wurde. Der historische Stadtkern hat nur 600 Einwohner. Hier sieht man keine Kabel, Leitungen oder Satellitenschüsseln... (alles versteckt :) Es ist Sonntag und es ist die Hölle los. Busseweise werden die Touristen angekarrt und wir mittendrin. Egal, was soll‘s, schieben wir uns halt mit durch die Gassen. Vorbei an all dem Nippes. Nur gucken, nichts kaufen!


Wir übernachten auf dem schönen Campingplatz in Obidios. Bei Björn. Björn kommt aus Kassel. Seine Eltern und er haben diesen Campingplatz übernommen und recht schön zurechtgemacht. Da hätte man es auch noch ein paar Tage aushalten können. Aber - wir haben noch ein paar Burgen und Schlösser vor uns. Nächstes Ziel also Sintra. Schon ganz nah an Lissabon. 
Sintra - wer reich war baute sich hier seine Sommerresidenz. Unglaublich viele schöne Villen gibt es hier. Unter anderem. Vor allem gibt es erst mal das Castelo dos Mouros. Um dort hinzukommen, sollte man gut zu Fuß sein. Was für ein Aufstieg! Die haben es sich aber auch nicht leicht gemacht damals. Völlig verschwitzt kommen wir oben an. Dafür werden wir mit einem unglaublichen Ausblick von der Maurenfestung belohnt, da das Wetter fantastisch ist.


Der nächste Tag ist reserviert für das Nationalschloss. Palácio National de Sintra. Der einzige in Portugal vollständig erhaltene mittelalterliche Herrscherpalast. Innen natürlich ganz fantastisch verziert mit den buntesten Kacheln. Am besten gefallen haben uns allerdings die weißgekachelten Küchenräume mit ihren unglaublich hohen Schornsteinen, die von außen aussehen, wie zwei riesige Flaschen. Wir schieben uns mit mehreren Schulklassen durch die Räume, machen unsere Fotos und schlendern hinterher noch mal durch die Altstadt, bevor es dann endgültig zum letzten Palast der Region geht. 



Dem unglaublichen Palacio da Pena. Hallo? Sind wir hier in Disneyland? Ein Lustschloss der ganz besonderen Art. Natürlich oben auf‘m Berg. Wo sonst? Das Schloss, im romantischen Stil war das Lebenswerk des portugiesischen Prinzgemahls Ferdinand von Sachsen-Coburg-Gotha. UNESCO Weltkulturerbe... Na ja. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten... :)



Dann, dann endlich ging‘s nach Lissabon. Auf einen riesigen Campingplatz in einem Pinienwald. Hm. Die kleinen Plätzchen waren doch irgendwie netter. Außerdem schüttet es gerade. Soll aber besser werden. Die ersten Sonnenstrahlen blinzeln schon durch die Bäume. Also erst mal Wäsche waschen. Aufräumen. Post schreiben. Lesen. Und was Essen. Wir haben uns gestern auf dem Markt in Sintra ein Riesenpaket mit verschiedenen Käsesorten gekauft... Hmmmm! Dann geht‘s in die Stadt. Davon später mehr...

Kommentare:

  1. der blick von diesem castelo ist ja fantastisch! ich wusste gar nicht, dass portugal so bergig-hügelig ist! schön auch die tuktuks!
    weiterhin gute reise und liebe grüße in die ferne,
    mano

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  2. Hi ihr Beiden,
    auch ohne Kommentar verfolge ich Eure Tour; je mehr ihr schreibt, um so besser. Lasst Euch vom Wetter nicht unterkriegen; hier ist es vorwiegend kalt und windig. Geniest weiter und schreibt ordentlich.
    Fr.Kl.

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  3. ich beneide Euch und lese heimlich immer mit
    LG Siglinde

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