Donnerstag, 10. März 2016

THE HAPPY CAMPER | hat den Kurs geändert...


Ein sonniges Hallo aus Porto. Nachdem das Wetter an der Küste in absehbarer Zeit nicht besser werden sollte, sind wir schweren Herzens weiter gefahren. San Sebastian mit seinem schönen Hafen, sowie Bilbao mit dem Guggenheim Museum konnten wir uns nicht anschauen. Die Regen- und Hagelschauer waren einfach zu heftig. Im Landesinneren wurde es dann endlich besser. (bis auf ein kleines Schneegebiet...) 

Unser erster Stopp war Zamora. Sieht erst mal sehr unscheinbar aus, hat aber eine wunderschöne Altstadt. Mit einer alten Kathedrale, einer Zitadelle und einer schnuckeligen Innenstadt mit großem Platz.


Bei sonnigem, aber frischem Wetter haben wir uns die Stadt angesehen. Unser Camper stand auf einem bewachten Stellplatz. Davon gibt es zum Glück überall recht viele. Die kosten nix, man hat allerdings auch keinerlei Service. Aber der Platz lag zentral, so dass wir am nächsten Morgen noch mal in die Stadt sind, um ein paar Fotos zu machen.


Störche zum Beispiel, die überall in der Stadt ihre riesigen Nester haben. Nach ein paar Besorgungen haben wir uns wieder auf den Weg gemacht. 

Nächstes Ziel: Puebla de Sanabria. Gilt als eines der schönsten Dörfer Spaniens. Die Fahrt dahin war allerdings sehr abenteuerlich. Zumindest mit unserem Camper. Ich habe bei der Durchfahrt der kleinen Dörfer immer die Luft angehalten, dass wir nicht mit dem Alkoven irgend jemandem seinen Balkon runterreißen. Oder umgekehrt. Die Gassen waren furchtbar eng. Wäre eigentlich eine coole Radstrecke dorthin gewesen, wenns nicht nur 8 Grad gehabt hätte...

Überhaupt. Wo sind denn bitte die Frühlingstemperaturen? Gut, dass wir uns so warme Decken gekauft haben. Im Alkoven ist es kuschelig warm. (Wenn auch eng)


Durch die ganzen Besichtigungen, lief uns ein wenig die Zeit davon. Mit dem Camper kommt man ja nicht wirklich schnell vorwärts. 90 Stundenkilometer und auch nur, wenn nicht alle 500 Meter ein Kreisel kommt... Aber dann endlich Porto. Am Ende doch Autobahn, damit es etwas schneller ging. Die Uhr eine Stunde zurückgedreht und ab durch den Berufsverkehr zum Campingplatz. Wir sind in Portugal.


Nur, um dort festzustellen, dass das Tor zu war und wir keine Möglichkeit hatten hineinzukommen. Na super! Es war spät. Es war dunkel. Und wir hatten keinen Bock mehr. Also haben wir uns einfach vor‘s Tor gestellt und haben an der Straße übernachtet. Am nächsten Morgen um 8.00 Uhr war das Tor dann auf. Im übrigen der Biologische Park. Also rein. Endlich mal wieder duschen :) und dann mit dem Bus in die Stadt auf Entdeckungsreise...


Eine wirklich tolle Stadt. Das Wetter ist fantastisch, wenn auch immer noch frisch. Aber in der Sonne kann man sich auch mal ins Café setzen und einem Straßenmusiker zuhören. Nach den Tagen auf der Straße tut die Lauferei mal richtig gut, obwohl wir abends völlig platt sind. Porto ist steil. Es geht steil rauf und wieder steil runter. Wir schauen uns Kathedralen an, den ältesten Buchladen Portugals. Und gehen in das fantastische Café Majestic. (Hier hat J.K.Rowling ihren Harry Potter „Stein der Weisen“ geschrieben, als sie in Porto Englisch unterrichtet hat) Wir gehen über die Eisenbrücke von Gustav Eiffel. Einmal unten, einmal oben, schauen uns Markthallen an, trinken Kaffee, und laufen und laufen und laufen. Gut, dass Herr H. so einen guten Orientierungssinn hat. Ich wäre hier hoffnungslos verloren. Auch mit Karte:)

Ich kaufe mir ein Magnet (wie immer im Urlaub), eine Kachel, was sonst, und einen Fächer -  es könnte ja irgendwann mal heiß werden. Herr H. findet ein schönes T-Shirt mit einem Fahrrad drauf. Es gab sogar eins mit einem Camper und dem Wort "Happy Camper".... aber die Farbe war nicht soooo schön. 


So, wir haben nun beschlossen, noch einen Tag hier zu bleiben. Schließlich müssen wir uns ja noch den Park anschauen. Gegen Mittag versuchen wir dann das Museum zu finden und morgen geht es dann weiter Richtung Süden.

Ach ja, und falls ihr wissen wollt, wie und wo wir so wohnen... hier auch mal ein Bild von unserem kleinen Zu Hause. Sieht von außen wirklich winzig aus ist aber ein wahres Raumwunder :) Ehrlich!


In der Zwischenzeit sammeln wir hier natürlich weiter ständig Erkenntnisse, was das Reisen mit dem Camper angeht. 1. Erkenntnis: Putzlappen, falls man einen braucht, sollte man den von zu Hause mitbringen. Spanier und Portugiesen feudeln mit dem Mop. Putzlappen gibt‘s hier nicht, und für einen Mop ist hier kein Platz.  2. Schnürsenkel. Es gibt hier hunderte von Schuhläden, aber keiner verkauft Schnürsenkel. Geschweige denn, dass man sich den Namen dafür auf Portugisisch merken kann (oder aussprechen). 3. Ein 750 Gramm Nutella Glas ist definitiv zu groß für unsere Schränke...

Adeus, até logo!

Kommentare:

  1. tolle aufnahmen - schön, ein bisschen mit euch zu reisen! und gut, dass ihr dem regen entflohen seid!!
    weiterhin gute fahrt, vielleicht klappt es ja noch bei der rückreise mit bilbao!
    lg, mano

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  2. Gute Reise. Dein Bericht gefällt mir sehr gut ich verfolge euch auf der Landkarte :)
    Ich wünsche euch sonnige Tage .
    LG Papatya

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Ich freue mich über eure Kommentare. Vielleicht habt ihr ja ähnliches zu berichten? Immer her damit!